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kurzbeschreibung
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In der Mitte des 21. Jahrhunderts wird ein neuer Computertyp erschaffen,
der sich seiner eigenen Existenz bewußt ist. Er wird eingesetzt, um den
Menschen zu helfen, mit der Klimakatastrophe fertig zu werden. Mit dem
Schmelzen des Polar-Eises und der damit verbundenen Überschwemmung der
Küstenstädte. Diese Form künstlicher Intelligenz wird bei Robotern eingesetzt.
Auch der Android David Swinton (Haley Joel Osment), ein kleiner Junge,
ist damit bestückt. Er begibt sich auf eine emotionale Reise, um herauszufinden,
ob er jemals mehr sein kann, als eine Maschine ... (moviedata)
meine meinung |
>>> im Kino.
Wie manche vielleicht wissen, bin ich zwar ein großer Filmfan, sehe
mir die Filme aber meistens erst zu Hause auf DVD an. In diesem Fall wollte
ich eine Ausnahme machen. So war ich sehr gespannt auf diesen Film, da
ich ein großer Anhänger von den Werken von Stanley Kubrick
und Steven Spielberg bin. Leider wurde ich weitgehend von A.I.
enttäuscht.
Im gewissen Sinne ist A.I. das Vermächtnis des 1999 verstorbenen
Meisterregisseurs Stanley Kubrick. Seit mehr als 20 Jahren arbeitete er
an diesem Film. Durch die verschiedensten Gründe wurde die Produktion
aber immer wieder verschoben. Kubrick gab seine Idee an Steven Spielberg
weiter. Er selbst wollte den Film produzieren, Spielberg sollte Regie
führen. Es kam leider nie soweit...
Nach dem überraschenden Tod von Kubrick entschloss sich Spielberg,
den Film alleine zu machen. Das Drehbuch stammt nun von ihm, visuell orientierte
er sich an unzähligen Zeichnungen von Kubrick.
Der Film spielt in einer gar nicht so fernen Zukunft. Durch Klimakatastrophen
kam es zu großflächigen Überschwemmungen ganzer Städte.
Es gibt unzählige Menschen, die ums überleben kämpfen,
aber auch einige andere, sagen wir einfach einmal "Reiche".
Die Forschung ist so weit fortgeschritten, dass Roboter, hier "Mechas"
genannt, für die verschiedensten Bedürfnisse der Menschen gebaut
werden. Trotz dem realitätsnahen Aussehen und den Fähigkeiten
dieser Roboter fehlt ihnen immer noch eines - Gefühle zu geben und
vor allem zu verstehen. Beispielsweise das Gefühl der Liebe.
Ein brillianter Wissenschaftler ist mittlerweile so weit fortgeschritten,
dass es ihm gelingt solch einen "Mecha" zu bauen. Das Ergebnis
ist der elfjährige David. Dieser künstliche "Mensch"
soll sich nun in einer Familie bewähren, deren Kind schwerkrank ist
und in einem komaähnlichen Zustand eingefroren wurde.
Als der Vater der Familie eines Tages den Roboter David mit nach Hause
bringt, ist seine Frau sehr verstört. Sie möchte einfach nicht
ihre Gefühle einem künstlichen "Menschen" weitergeben.
Doch mit der Zeit gewöhnt sie sich an David und geht sogar so weit,
bei ihm eine Funktion zu aktivieren, die die uneingeschränkte "Liebe"
dieses Mechas zur Folge hat.
Das Blatt der "heilen" Familienidylle ändert sich schlagartig,
als der kranke Sohn aus dem Koma erwacht. Dieser ist nun wieder die Nummer
Eins in der Familie und der mittlerweile "fühlende" Roboter
David hat mit diesen Veränderungen schwer zu kämpfen. Verschiedene
heikle Situationen führen letztendlich dazu, dass die Mutter David
zurückgeben muss. Doch es gelingt ihr nicht diesen der "Fabrik"
auszuliefern, da sie weiss, dass dadurch seine Vernichtung vorprogrammiert
wäre. So setzt sie ihn in einem verlassenen Waldstück aus. David
ist nun vollkommen verwirrt auf sich allein gestellt. Er muss sich in
einer für ihn neuen Welt zurecht finden. Und alles was er möchte
ist, dass er für immer menschlich wird um dadurch die Liebe seiner
Mutter zurückzugewinnen.
Ansich klingt diese Geschichte sehr interessant. Ist sie zu anfangs auch.
Doch der Film lässt im letzen Drittel entscheidend nach und endet
mit einem Finale, dass meiner Meinung nach vollkommen mißglückt
ist. So habe ich das Kino mit zweigeteilten Gefühlen verlassen. Vor
allem war ich kurz danach vollkommen enttäuscht. Irgend etwas hat
mir an diesem Film gefehlt. Und das war ganz klar eine gewisse "Wucht".
So interessant die Story auch sein mag, ihr fehlt einfach ein ganz wichtiges
Detail. Sie konnte nicht das geringste Gefühl in mir wachrütteln.
Der gesamte Film "plätschert" irgendwie dahin. Ich möchte
nicht sagen, dass er mich gelangweilt hätte. Nein bestimmt nicht.
Aber ihm fehlen einfach gewisse Höhepunkte. Szenen in denen man leidet,
Momente in denen man ergriffen ist. Solche Stellen bietet A.I.
einfach nicht.
Mittlerweile habe ich einige Kritiken zu A.I. gelesen. Einige lobten
den Film als Meisterwerk, andere waren, genau wie ich, ein wenig enttäuscht.
Mein Problem ist allerdings, genau zu beschreiben, was mir letztendlich
nicht gefallen hat und vor allem kann ich nicht sagen, was man hätte
besser machen können...
Ich möchte an dieser Stelle auf einen anderen Film von Spielberg
zu sprechen kommen. Nämlich Amistad. Auch dieser gehört
bestimmt nicht zu Spielbergs Meisterleistungen, doch eine Szene in der
Mitte des Films werde ich wohl niemals vergessen. Und zwar die, in der
gezeigt wird, was mit den Sklaven geschieht - wie unvorstellbar grausam
sie behandelt wurden. Auch wenn mich der gesamte Film nicht so stark berührt
hat, diese Szene schaffte es. Sie hat eine unglaubliche Stärke und
Wucht die sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt hat.
Spielberg hat es in einigen Filmen geschafft solche überaus gefühlsstarken
Momente zu erschaffen. Sei es in dem gerade erwähnten Amistad
und natürlich auch in seinem wohl besten Werk Schindlers Liste.
Doch solche Höhepunkte konnte ich in A.I. einfach nicht finden.
A.I.
ist im Prinzip ein Science-Fiction-Märchen. So sehe ich hier einen
Pinocchio Film der in der Zukunft spielt. Die Parellelen sind nicht
zu übersehen, schon deshalb nicht, weil die Geschichte des "erschaffenen"
Pinocchio auch in der Handlung von A.I. eine entscheidende
Rolle spielt.
Sehr oft habe ich mir auch überlegt, was Kubrick wohl aus diesem
Stoff gemacht hätte. Wäre daraus ein weiteres Meisterwerk ala
2001 entstanden? Vielleicht mit einem anderen, dafür vollkommen
unverständlichen Schluß? Ich weiss es nicht. Und es macht auch
keinen Sinn darüber nachzudenken. Der Film wurde von Spielberg gedreht
und somit waren für mich eher Parallelen zu E.T. nicht zu
übersehen.
Es mag sein, dass ich Morgen vollkommen anders über A.I. urteilen
werde. Denn schon jetzt, ein paar Stunden nachdem ich den Film gesehen
habe, wird mir bewusst, dass er durchaus zum nachdenken anregt. Doch trotz
alledem bleiben die Vorzüge weitgehend in seiner visuellen Aussagekraft.
Und diese ist wirklich nicht recht weit von einem Meisterwerk entfernt.
Eins ist sicher, vielleicht hätte Kubrick aus dem Material einen
anderen Film gemacht, doch hätte er ihn vor vielleicht fünfzehn
Jahren gedreht, wäre bestimmt nicht ein so optisch überzeugender
Film entstanden. (Andererseits ist dies eine "heikle" Behauptung,
denkt man an die wegweisenden Special Effects von 2001!)
Was ich damit sagen möchte ist, dass A.I. im technischen Sinne
brilliant geworden ist. Und die Visuellen Effekte gehen wirklich mittlerweile
soweit, dass man sich die Welt in der David lebt nicht nur vorstellen
kann - nein man "erlebt" sie regelrecht.
Zu verdanken haben wir dies zum einen der Tricktechnik Firma ILM, zum
anderen aber auch dem wieder perfekt funktionierendem Zusammenspiel aus
Regisseur Spielberg und Kameramann Janusz Kaminski.
So wird in A.I. vorzugsweise mit kalten Farben wie weiss und blau
gearbeitet. Dies erschafft einen Effekt, der fabelhaft zu der Zukunftswelt
passt in der sich die Handlung abspielt.
Doch auch das Setdesign, dass besonders bei der Gestaltung der futuristischen
Großstädte zum Vorschein kommt wurde genial entworfen. Hier
erleben wir die Zunkunft in absolut schrillen und bunten Farben.
Das i-Tüpfelchen ist wohl dann auch noch die vollkommen überzeugende
Musik von John Williams.
Es zeigt sich also im Falle Spielberg, dass es durchaus Sinn macht, mit
Menschen zusammen zu arbeiten, auf die man sich verlassen kann.
Nicht
zu vergessen ist ausserdem die Leistung der Schauspieler. Herausragend
ist hier natürlich die Darstellung von Jude Law als "Gigolo
- Roboter". Die Auswahl der Rolle ist durchaus geglückt.
Eigentlich wollte Spielberg ja einen richtigen Roboter bauen lassen. Nachdem
sich aber herausstellte, dass dies vielleicht nicht die klügtste
Idee ist, entschloss man sich für Haley Joel Osment. Und was dieser
Junge auch hier - nach seinem sensationellen Debut in The sixth sense
- leistet ist unübertroffen. Er gehört unbestritten zu den besten
Schauspielern seines Alters und wird uns bestimmt noch unzählige
Male überraschen und begeistern. Da bin ich mir sicher! Er ist einfach
brilliant.
Ich habe mir vorgenommen, mir A.I. nocheinmal anzusehen, wenn er
auf DVD erscheint. Es kann sein, dass ich nach einem zweiten Versuch vollkommen
anders über diesen Film urteilen werde. Doch dieses Zeilen sind das,
was ich gefühlt habe, als ich A.I. zum ersten mal sah. Auch
wenn ich nicht sonderlich begeistert war, so rate ich trotzdem jedem,
sich diesen Film anzusehen. Es ist ein Werk über das man lange nachdenken
kann, und über das man ausgiebige Diskussionen anstellen könnte.
Leider konnte mich momentan nur die technische Seite überzeugen,
die Story war mir einfach zu "dünn" und den Schluss finde
ich schlicht und einfach "bescheuert".
>>> auf DVD.
Obwohl
mich A.I. im Kino nicht 100% überzeugen konnte, habe ich mir
die DVD gekauft. Wie ich auch seinerzeit schon geschrieben hatte, wollte
ich dem Film eine zweite Chance geben. Und es hat auch geholfen, ihn besser
zu finden.
Zwar bin ich immer noch der Meinung, dass es ihm grundsätzlich an
"Wucht" fehlt, und auch beim zweiten Ansehen war ich nicht sonderlich
berührt von der Geschichte. Trotzdem fand ich A.I. komischerweise
entscheidend besser. Ich denke auch, dass man einfach in der Stimmung
sein muss, um diesen Film genießen zu können.
Auf DVD habe ich A.I. in der Originalfassung gesehen. Und diese
ist auch um einiges besser als die deutsche Synchronisation. Nachdem ich
die Handlung ja noch im Gedächtnis hatte, konnte ich mich noch mehr
auf die technische Seite des Films konzentrieren. Und obwohl ich schon
damals recht positiv darauf reagiert hatte, mittlerweile bin ich schon
fast begeistert. Und das gilt gleichermaßen für die fantastische
Kameraarbeit von Janusz Kaminski, die wunderbare Musik von John Williams,
wie auch für die genialen Spezialeffekte. Diese beindrucken meistens
dadurch, dass man kaum erkennt wo und vor allem wie getrickst wurde.
Auch war ich wieder begeistert von der Leistung von Haley
Joel Osment, welcher seinen Part absolut überzeugend spielt.
Außerdem
habe ich mich nochmal bemüht, darüber nachzudenken, was Stanley
Kubrick wohl aus dem Stoff gemacht hätte. Und nach dem zweiten Ansehen
bin ich der Meinung, dass Spielberg seine Visionen relativ gut umgesetzt
hat. Ich denke Kubrick wäre mit dem Ergebnis zufrieden gewesen.
Diesmal hat mich auch der Schluß nicht so gestört wie damals
im Kino. Ich bin zwar immer noch nicht vom Ende überzeugt, vielleicht
ist es aber doch ganz gut gelungen.
Wie man sieht
kann ich doch wieder nicht zu einem eindeutigen Ergebnis kommen. Zwar
gefällt mir der Film mittlerweile sehr gut, das letzte Quentschen
Begeisterung konnte ich aber doch wieder nicht erfahren. Trotzdem bin
ich mir absolut sicher, dass man A.I. mehrmals sehen und in der
Stimmung auf diesen Film sein muss. Alle, die in als Meisterwerk sehen,
werden bestimmt noch einige interessante Details mehr erkennen. Alle anderen
rate ich dem Werk noch eine zweite Chance zu geben. Am Ende bleibt aber
meiner Meinung nach immer ein großer Freiraum für Diskussionen
und Interpretationen. Und auch das mach einen Film interessant - nämlich
wenn man ihn noch lange in Erinnerung behält und über ihn nachdenkt.
dvd | code 2
Gleich zu Anfang: Ich habe es bisher keine Minute bereut, diese DVD gekauft
zu haben. Zwar war ich von der Bildqualität ersteinmal ein wenig
enttäuscht. Denn das Bild erscheint auf den ersten Blick keinefalls
von einer aktuellen Produktion zu sein. Das Gesamtergebnis hängt
womöglich von der Machart ab. Kameramann Kaminski arbeitet hier mit
viel düsterem Licht und Nebel. Dies lässt den ganzen Film etwas
verschwommen erscheinen. So hat man den Eindruck, die DVD könnte
ein wenig mehr Detail und Schärfe vertragen. Trotzdem ist das Bild
teilweise sehr grieselig. Ich kenne mich mit der Herstellung von DVDs
nicht aus, aber wäre dies nicht zu vermeiden gewesen?
Positive Kritik gibt es dafür beim Ton. Leider verzichtet die deutsche
Disc unverständlicherweise auf eine DTS-Spur. Schade eigentlich,
wo doch gerade Spielberg dieses Tonverfahren mit ins Leben gerufen hat.
Trotzdem ist die Tonqualität sehr gut geworden. Die meiste Zeit ist
der Film zwar relativ leise und ohne Effekte, dafür erschallen die
Dialoge und auch die fabelhafte Musik von John Williams perfekt aus den
Lautsprechern. Teilweise wird man dann doch mit einigen interessanten
Effekten belohnt, beispielsweise beim "Fleischfest". Insgesamt
gesehen ist die Abmischung perfekt.
Zwar hat sich Spielberg wieder nicht die Mühe gemacht einen Audiokommentar
aufzunehmen, was aber dem restlichen Zusatzmaterial nicht schadet. Denn
dieses ist von äußerst guter Qualität. So findet man zahlreiche,
überaus interessante Informationen über die Hintergründe
und Machart von A.I. Glücklicherweise ist das gesamte Extramaterial
weitgehend "werbefrei". Damit meine ich, dass es keine langweiligen
Making Ofs gibt, welche nur die ach so brillanten Leistungen von Regisseur
und Darstellern in den Himmel loben.
Trotz des nicht gerade perfekten Bildes kann ich dieses DVD-Set im schönen
Digipack nur jedem empfehlen.
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Pictures
© Warner/Dreamworks.
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