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FILM-KUNST.COM DVD & FILM REVIEWS // +05 |
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| < back AMÉLIE (LE FABULEUX DESTIN D' AMÉLIE POULAIN) | | |||||||
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| kurzbeschreibung
| Amélie (Audrey Tautou) ist nicht ganz von dieser Welt. Aber das macht auch nichts, denn Amélie hat ihre eigene Welt. Amélie liebt die kleinen Dinge; sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen, und ein anderes für magische Momente, die so flüchtig sind, wie ein Wimpernschlag. Amélie hilft jedem, der sie braucht, was in gewissen Augenblicken auch ihr Job ist, denn sie ist Kellnerin in einem Café in Montmartre. Aber als sie sich eines Tages Hals über Kopf verliebt, weiß sie einfach nicht, sich selbst zu helfen. Zwar fallen ihr lauter Kleinigkeiten ein, mit denen sie ihren Angebeteten aus der Ferne bezaubern kann, aber mit einem großen Schritt aus dem Schatten ihrer Phantasie zu treten ist ihre Sache nicht - bis gute Geister ihr den Weg weisen... (moviedata) meine meinung | Ausnahmsweise möchte ich mich bei diesem Review kurz fassen. Aus zwei Gründen. Zum einen wurde schon sehr viel über diesen Film gesprochen und zum anderen ist jeder Satz, den man hört fast schon zu viel. Denn Amélie muss man genießen, jede Sekunde dieses Meisterwerks sollte man ohne Vorkenntnis erleben... Amélie ist der neue Film des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet. Hierzulande wurde er wohl mit seinem genialen Film Delicatessen berühmt. Sein letztes Werk war die Fortsetzung der Alien-Reihe mit Teil vier. Leider muss man eingestehen, dass dies nicht gerade sein bester Film geworden ist. Vielleicht hat er das auch selber gemerkt und kehrte nach Frankreich zurück um dort einen der schönsten Filme der letzten Jahre zu erschaffen. Amélie ist ein Meisterwerk, ein Film der gleichermaßen überzeugt und begeistert. Die Geschichte ist schlicht und einfach wunderbar und erschafft gerade mit ihrem leisen, ja gar zärtlichem Ton eine unglaublich liebenswerte Stimmung. Amélie ist mitten aus dem Leben gegriffen ist. Hier zählt nicht Action, Mord, Spannung oder Horror - im Gegenteil, hier geht es um ganz gewöhnliche Menschen, die man überall auf der Straße treffen könnte. Diese Menschen haben natürlich ihre Eigenheiten. Und so erzählt uns der Film Geschichten über Trauer, Einsamkeit, Eifersucht aber auch über Liebe, Glück und Freude. Dies alles erleben wir zusammen mit der wunderbaren Hauptperson Amélie. Eines Tages nimmt sie es sich zur Aufgabe, das Leben anderer zu verändern. Hauptsächlich will sie den Menschen, in deren Leben sie sich einmischt, natürlich verschönern. Doch manchmal wird sie auch zum Racheengel und spielt beispielsweise dem widerlichen Gemüseverkäufer übelste Streiche, weil sie es nicht mehr mit ansehen kann, wie gemein er seinen Angestellten behandelt. Leider verlernt sie durch all die Taten beinahe ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen... Amélie lebt zum einen durch seine wunderbare Geschichte, die vollgestopft ist mit liebenswürdigen Ereignissen und Ideen. Doch auch das ganze "Drumherum" ist fantastisch gelungen. Beginnen wir mit den Schauspielern. Bis zur kleinsten Rolle wurde hier alle perfekt besetzt. Das beginnt mit der wunderbaren Audrey Tautou bis hin zu Dominique Pinon, der in fast allen Filmen von Jeunet mitgewirkt hat. Wenn man mit dem französischen Kino nicht vertraut ist, werden einem die Gesichter wohl auch nicht bekannt sein. Das macht aber überhaupt nichts. Spätestens nach diesem Film wird man sie in Erinnerung behalten. Auch die Optik ist brillant. Zu anfangs wirkt der Film unglaublich bunt. Sieht man genauer hin, fallen einem besonders zwei Farben immer wieder auf, nämlich grün und rot. Und diese Farben begleiten uns durch die gesamte Handlung. Bisher hat Jeunet dreimal mit Kameramann Darius Khondji zusammengearbeitet. Zu Anfangs dachte ich schade, warum ist er denn diesmal nicht wieder dabei? Aber obwohl ich ein großer Fan von Khondji's Arbeiten bin, muss ich eingestehen, in Bruno Delbonnel hat er einen ebenso würdigen und fähigen Mann gefunden. Der gesamte Film sieht wunderschön aus. Und dafür wurde Delbonnel auch gleich mit einer Oscar-Nominierung belohnt... Was außerdem noch äußerst positiv auffällt ist die herrliche Musik von Yann Tiersen, die dem Ganzen noch den letzten entscheidenden Touch verleiht. Und so beende ich mein Review mit der einzig wichtigen Aussage: Amélie ist ein Werk, das man einfach gesehen haben MUSS! dvd | code 2 Die Umsetzung des Films auf DVD ist sehr gut gelungen. Die Bildqualität gibt keinerlei Anlass zu negativer Kritik. Beim Ton gibt es allerdings einige Schwächen. Diese sind vor allem die zu laute Abmischung der Umgebungsgeräusche, die fast ein wenig von den Dialogen ablenken. Wären diese ein bisschen bescheidener abgemischt worden, wäre ich auch vom Sound begeistert gewesen. Grundsätzlich kann man aber durchaus zufrieden sein. Über das Zusatzmaterial kann ich leider nicht viel sagen, nachdem ich bisher nur die Leih-DVD gesehen habe. Auf dieser ist leider kein einziges Extra vorhanden. Dies wird sich aber mit der Verkaufs-DVD ändern, denn diese erscheint als 2 Disc Set. Ich lasse mich einfach überraschen, denn Amélie ist ein Film, den man einfach in der Sammlung haben muss. < top 24/03/02 |