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< back                                      A CLOCKWORK ORANGE |
 

info |

Länge: 131 Min.
Bildformat: 1,66:1
Ton: Dolby Digital 5.1,

Regie: Stanley Kubrik
Kamera: John Alcott
Musik: Walter Carlos, Ludwig van Beethoven
Darsteller: Malcom McDowell

 

oscars |

Nominiert für:
Bester Film
Regie
Drehbuch
Schnitt

 

zusammenfassung |

Film: A-
Kamera: B+
Musik: B+

Bildqualität: A-
Ton: B+
Extras: -

   
 

kurzbeschreibung |

Randale, Krawall machen, klauen, grölen, steppen und vergewaltigen. Alex (Malcom Mcdowell), rabiater Anführer der Reddy-Boys und Melonenträger, hat so seine eigene Auffassung davon, was Spaß macht. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste anderer.
Alex' Odyssee vom amoralischen Punk zum per Gehirnwäsche angepassten Musterbürger bildet den Spannungsbogen in Stanley Kubricks verstörender Zukunftsvision nach dem Roman von Anthony Burgess. Unvergessliche Bilder, schockierende musikalische Kontraste, die faszinierende Kunstsprache, in der sich Alex und seine Kumpane verständigen - all das verquickt Kubrick zu einer erschütternden Morität.


meine meinung |

A Clockwork Orange ist einer der Filme die von vielen als Meisterwerk gefeiert wurde. Mittlerweile ist er wohl zu einer Art Kultfilm geworden. Es gibt bestimmt wenige, die dieses Werk von Stanley Kubrick noch nicht gesehen, oder wenigstens von ihm gehört haben...

A Clockwork Orange ist ein ungewöhnlicher Film. Und das noch heute. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie er wohl im Jahre 1971 auf das Publikum gewirkt haben muss.
A Clockwork Orange ist die Verfilmung des Romans von Anthony Burgess. Vor vielen Jahren habe ich einmal versucht dieses Buch zu lesen und habe es nach einigen Seiten wieder ins Regal zurück gestellt. Was mich am Roman am meisten gestört hat, war die von Burgess erfundene "Kunstsprache" mit der sich Alex mit seinen Bandenmitgliedern verständigt. Dies war mir einfach zu viel, ich hatte kein Wort verstanden. Heute weiss ich, dass ich damals zu schnell aufgegeben habe. Denn so schwierig ist diese aussergewöhnliche Sprache gar nicht zu verstehen. Schon gar nicht im Film.

Alex ist der Anführer einer Gruppe, die an den Abenden nichts besseres zu tun haben, als durch die Gegend zu ziehen um anderen Leuten "Leid" anzutun. So sind sie auf nichts anderes aus als übelste Gewalt. Dies wird in Kubricks Film auch schonungslos gezeigt. Gleich zu Anfang verprügelt die Bande einen unschuldigen Penner. Gleich darauf fahren sie mit einem gestohlenen Auto aufs Land um hier in ein Haus einzubrechen. Sie prügeln den Besitzer zum Krüppel und vergewaltigen seine Frau. Bei alle diesen Aktionen haben sie auch noch mächtig Spaß.


Aufgrund dieser nächtlichen "Gewaltstreifzüge" vernachlässigt Alex sein komplettes restliches Leben. Was soll er auch zur Schule gehen oder etwas arbeiten, wenn er sich mit Hilfe eines Schlagstocks alles besorgen kann? Logischerweise ist er aufgrund seiner Lebensweise schon sehr gut bei der Polizei bekannt und nicht weit davon entfernt im Knast zu landen.

Eines Tages kommt es zur Wendung. Die Mitglieder seiner Gruppe möchten keine Befehle mehr von Alex bekommen und planen eine "Horror-Show", bei der er auf frischer Tat von der Polizei geschnappt wird. Er wird zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Sein einziger Wille ist es, so schnell wie möglich wieder aus der Anstalt raus zu kommen, und so stellt er sich freiwillig einem Experiment zur Verfügung. Mit diesem soll es gelingen, Straftäter innerhalb von zwei Wochen Therapie zu "heilen". Doch diese ganze Sache hat sich Alex wohl ein wenig anders vorgestellt. Auch nach seiner Entlassung ist das Leben plötzlich nicht mehr das was es einmal war...

Kubricks Film wurde von den Kritikern unterschiedlich gut aufgenommen. Die einen bezeichneten den Film als gewaltverherrlichend, brutal und nichtssagend. Andere hingegen haben wohl sein Anliegen verstanden und sehen in Clockwork Orange einen Film gegen die Gewalt und erkennen den sozialkritischen und politischen Aspekt.
Denn Alex ist lediglich ein "Versuchskaninchen" der Regierung, die versucht auf seine Kosten zu beweisen, dass es gelingt Menschen mit Hilfe einer "Hirnmanipulationsmaschine" zu Marionetten unserer Gesellschaft zu machen.

Die Gewalt in diesem Film wird von Kubrick visuell schon fast wie ein "Ballett" aufgeführt. Unterstützt von der grandiosen Musik von Ludwig van Beethoven bekommen wir brutalste Szenen wirkungsvoll in Zeitlupe präsentiert. Mögen diese Gewaltdarstellungen von den meisten Menschen wohl als äußerst abschreckend empfunden werden, so gibt es bestimmt einige Gemüter, die Alex als Vorbild sehen. So gab es einige Vorfälle von Gewaltverbrechen, für die später Kubrick angeprangert wurde. Vor allem in England stiess der Film auf reichlich Ablehnung und wurde leider von einigen als Vorlage und Alibi für ihre Verbrechen benutzt. Kubrick reagierte sehr gut auf diese Anschuldigungen und zwar in dem er den Film in England nicht mehr aufführen lies. Er verzichtete auf das Geld und wurde lobenswerterweise auch von der Produktionsfirma Warner unterstützt.


Ich kann durchaus verstehen, wenn sich einige Zuschauer mit der Person Alex identifizieren. So ist es im Laufe des Films wahrlich erschreckend, dass man mit Alex leidet. Denn am Ende wird er zum Opfer. Er ist es, um den wir uns Sorgen machen, er ist es der am Ende von seinen Eltern nicht mehr anerkannt und nun von anderen verprügelt wird. Dies ist aber leider eine falsche Einstellung. Denn auch wenn nun Alex die Person ist, die einem leid tut, so darf man doch bitte nicht die anderen Opfer vergessen, denen er zu anfangs viel Böses angetan hat!

Von technischer Seite aus gesehen ist Clockwerk Orange ein überaus gelungenes Werk. Kubrick vermag mit fantastischen Bildern zu begeistern. Bilder die man aufgrund ihrer Wucht nicht mehr so leicht vergessen kann!
Ist ihm schon bei 2001 der Einsatz von klassicher Musik als Stilmittel durchaus gelungen, so setzt er diese Technik auch hier fort. Stücke von Ludwig van Beethoven zu diesen Bildern zu sehen ist mehr als außergewöhnlich.
Auch die Schauspieler können sehr überzeugen. Dies bezieht sich hauptsächlich auf die Leistung von Malcom McDowell, den wir ja quasi den gesamten Film über begleiten. Den Kontrast zwischen wahnsinnigen Schläger und mitleiderregendem Opfer vermag er fantastisch darzustellen.

Clockwork Orange ist ein Film, der auch nach dreissig Jahren nichts an seiner Intensität und Aussagekraft verloren hat! Und wenn viele diesen Film als Meisterwerk vereehren haben sie natürlich nicht unrecht.
Aufgrund seines Themas ist dies aber leider keine leichte Unterhaltung. Denn selbst Stunden nachdem man den Film gesehen hat, bleibt er einem immer noch wie festgenagelt im Gedächtnis und es bleibt ein äußerst bitterer Nachgeschmack.


dvd | code 2

Für einen Film aus dem Jahre 1971 ist diese DVD mehr als wunderbar. Er wird im Original Kinoformat von 1.66:1 präsentiert und hat leider keine 16:9 Untestützung für Breitbildfernseher. Trotzdem ist die Bildqualität mehr als in Ordnung.
Für lange Zeit war A Clockwork Orange nur mit Mono Tonspur erhältlich. Umso erfreulicher ist es, dass Warner diesem Film eine Abmischung in Dolby Digital 5.1 zukommen lies. Die Qualität kann es zwar nicht mit einer neuen Produktion aufnehmen, klingt aber überraschend gut! Zwar gibt es keine Effekte für die Surroundlautsprecher, doch wer wird dies von einem dreissig Jahre alten Werk schon verlangen?

Was allerdings wünschenswert gewesen wäre, sind ein paar Extras. Hier ist leider ausser einem Trailer nichts vorhanden. Schade! Ein kleiner Kritikpunkt für eine ansonsten perfekte DVD.



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Pictures © Warner.