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kurzbeschreibung
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Randale, Krawall machen, klauen, grölen, steppen und vergewaltigen.
Alex (Malcom Mcdowell), rabiater Anführer der Reddy-Boys und Melonenträger,
hat so seine eigene Auffassung davon, was Spaß macht. Und zwar ohne
Rücksicht auf Verluste anderer.
Alex' Odyssee vom amoralischen Punk zum per Gehirnwäsche angepassten
Musterbürger bildet den Spannungsbogen in Stanley Kubricks verstörender
Zukunftsvision nach dem Roman von Anthony Burgess. Unvergessliche Bilder,
schockierende musikalische Kontraste, die faszinierende Kunstsprache,
in der sich Alex und seine Kumpane verständigen - all das verquickt
Kubrick zu einer erschütternden Morität.
meine meinung |
A Clockwork Orange ist einer der Filme die von vielen als Meisterwerk
gefeiert wurde. Mittlerweile ist er wohl zu einer Art Kultfilm geworden.
Es gibt bestimmt wenige, die dieses Werk von Stanley Kubrick noch nicht
gesehen, oder wenigstens von ihm gehört haben...
A Clockwork Orange ist ein ungewöhnlicher Film. Und das noch
heute. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie er wohl im Jahre 1971
auf das Publikum gewirkt haben muss.
A Clockwork Orange ist die Verfilmung des Romans von Anthony Burgess.
Vor vielen Jahren habe ich einmal versucht dieses Buch zu lesen und habe
es nach einigen Seiten wieder ins Regal zurück gestellt. Was mich
am Roman am meisten gestört hat, war die von Burgess erfundene "Kunstsprache"
mit der sich Alex mit seinen Bandenmitgliedern verständigt. Dies
war mir einfach zu viel, ich hatte kein Wort verstanden. Heute weiss ich,
dass ich damals zu schnell aufgegeben habe. Denn so schwierig ist diese
aussergewöhnliche Sprache gar nicht zu verstehen. Schon gar nicht
im Film.
Alex ist der Anführer einer Gruppe, die an den Abenden nichts besseres
zu tun haben, als durch die Gegend zu ziehen um anderen Leuten "Leid"
anzutun. So sind sie auf nichts anderes aus als übelste Gewalt. Dies
wird in Kubricks Film auch schonungslos gezeigt. Gleich zu Anfang verprügelt
die Bande einen unschuldigen Penner. Gleich darauf fahren sie mit einem
gestohlenen Auto aufs Land um hier in ein Haus einzubrechen. Sie prügeln
den Besitzer zum Krüppel und vergewaltigen seine Frau. Bei alle diesen
Aktionen haben sie auch noch mächtig Spaß.
Aufgrund dieser nächtlichen "Gewaltstreifzüge" vernachlässigt
Alex sein komplettes restliches Leben. Was soll er auch zur Schule gehen
oder etwas arbeiten, wenn er sich mit Hilfe eines Schlagstocks alles besorgen
kann? Logischerweise ist er aufgrund seiner Lebensweise schon sehr gut
bei der Polizei bekannt und nicht weit davon entfernt im Knast zu landen.
Eines Tages kommt es zur Wendung. Die Mitglieder seiner Gruppe möchten
keine Befehle mehr von Alex bekommen und planen eine "Horror-Show",
bei der er auf frischer Tat von der Polizei geschnappt wird. Er wird zu
vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Sein einziger Wille ist es, so schnell wie möglich wieder aus der
Anstalt raus zu kommen, und so stellt er sich freiwillig einem Experiment
zur Verfügung. Mit diesem soll es gelingen, Straftäter innerhalb
von zwei Wochen Therapie zu "heilen". Doch diese ganze Sache
hat sich Alex wohl ein wenig anders vorgestellt. Auch nach seiner Entlassung
ist das Leben plötzlich nicht mehr das was es einmal war...
Kubricks Film wurde von den Kritikern unterschiedlich gut aufgenommen.
Die einen bezeichneten den Film als gewaltverherrlichend, brutal und nichtssagend.
Andere hingegen haben wohl sein Anliegen verstanden und sehen in Clockwork
Orange einen Film gegen die Gewalt und erkennen den sozialkritischen und
politischen Aspekt.
Denn Alex ist lediglich ein "Versuchskaninchen" der Regierung,
die versucht auf seine Kosten zu beweisen, dass es gelingt Menschen mit
Hilfe einer "Hirnmanipulationsmaschine" zu Marionetten unserer
Gesellschaft zu machen.
Die Gewalt in diesem Film wird von Kubrick visuell schon fast wie ein
"Ballett" aufgeführt. Unterstützt von der grandiosen
Musik von Ludwig van Beethoven bekommen wir brutalste Szenen wirkungsvoll
in Zeitlupe präsentiert. Mögen diese Gewaltdarstellungen von
den meisten Menschen wohl als äußerst abschreckend empfunden
werden, so gibt es bestimmt einige Gemüter, die Alex als Vorbild
sehen. So gab es einige Vorfälle von Gewaltverbrechen, für die
später Kubrick angeprangert wurde. Vor allem in England stiess der
Film auf reichlich Ablehnung und wurde leider von einigen als Vorlage
und Alibi für ihre Verbrechen benutzt. Kubrick reagierte sehr gut
auf diese Anschuldigungen und zwar in dem er den Film in England nicht
mehr aufführen lies. Er verzichtete auf das Geld und wurde lobenswerterweise
auch von der Produktionsfirma Warner unterstützt.
Ich
kann durchaus verstehen, wenn sich einige Zuschauer mit der Person Alex
identifizieren. So ist es im Laufe des Films wahrlich erschreckend, dass
man mit Alex leidet. Denn am Ende wird er zum Opfer. Er ist es,
um den wir uns Sorgen machen, er ist es der am Ende von seinen Eltern
nicht mehr anerkannt und nun von anderen verprügelt wird. Dies ist
aber leider eine falsche Einstellung. Denn auch wenn nun Alex die Person
ist, die einem leid tut, so darf man doch bitte nicht die anderen Opfer
vergessen, denen er zu anfangs viel Böses angetan hat!
Von technischer Seite aus gesehen ist Clockwerk Orange ein überaus
gelungenes Werk. Kubrick vermag mit fantastischen Bildern zu begeistern.
Bilder die man aufgrund ihrer Wucht nicht mehr so leicht vergessen kann!
Ist ihm schon bei 2001 der Einsatz von klassicher Musik als Stilmittel
durchaus gelungen, so setzt er diese Technik auch hier fort. Stücke
von Ludwig van Beethoven zu diesen Bildern zu sehen ist mehr als außergewöhnlich.
Auch die Schauspieler können sehr überzeugen. Dies bezieht sich
hauptsächlich auf die Leistung von Malcom McDowell, den wir ja quasi
den gesamten Film über begleiten. Den Kontrast zwischen wahnsinnigen
Schläger und mitleiderregendem Opfer vermag er fantastisch darzustellen.
Clockwork Orange ist ein Film, der auch nach dreissig Jahren nichts an
seiner Intensität und Aussagekraft verloren hat! Und wenn viele diesen
Film als Meisterwerk vereehren haben sie natürlich nicht unrecht.
Aufgrund seines Themas ist dies aber leider keine leichte Unterhaltung.
Denn selbst Stunden nachdem man den Film gesehen hat, bleibt er einem
immer noch wie festgenagelt im Gedächtnis und es bleibt ein äußerst
bitterer Nachgeschmack.
dvd | code 2
Für einen Film aus dem Jahre 1971 ist diese DVD mehr als wunderbar.
Er wird im Original Kinoformat von 1.66:1 präsentiert und hat leider
keine 16:9 Untestützung für Breitbildfernseher. Trotzdem ist
die Bildqualität mehr als in Ordnung.
Für lange Zeit war A Clockwork Orange nur mit Mono Tonspur
erhältlich. Umso erfreulicher ist es, dass Warner diesem Film eine
Abmischung in Dolby Digital 5.1 zukommen lies. Die Qualität kann
es zwar nicht mit einer neuen Produktion aufnehmen, klingt aber überraschend
gut! Zwar gibt es keine Effekte für die Surroundlautsprecher, doch
wer wird dies von einem dreissig Jahre alten Werk schon verlangen?
Was allerdings wünschenswert gewesen wäre, sind ein paar Extras.
Hier ist leider ausser einem Trailer nichts vorhanden. Schade! Ein kleiner
Kritikpunkt für eine ansonsten perfekte DVD.
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Pictures
© Warner.
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