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 < back                                     FINAL FANTASY - THE SPIRITS WITHIN |
 

info |

2001

Länge: 106 Min.
Bildformat: 1,85:1
Ton: Dolby Digital 5.1,

Regie: Hironobu Sakaguchi
Kamera: Motonori Sakakibara
Musik: Elliot Goldenthal
Stimmen von: Ming-Na, Alec Baldwin, Ving Rhames, Donald Sutherland

 

oscars |

Nominiert für:
-

 

zusammenfassung |

Film: B
Kamera: B+
Musik: B+

Bildqualität: A
Ton: A
Extras: A-

   
 

kurzbeschreibung |

Die Erde im Jahr 2065. Der einst blaue Planet ist verwüstet - nur noch wenige Lebensformen können hier existieren. Eine Invasion feindlicher Aliens droht nun den letzten Rest der Menschheit und jegliches weitere Leben auf der Erde auszulöschen. Es gibt nur eine Hoffnung, die Erdenbewohner zu retten und die außerirdischen Eroberer zu eliminieren: die Wissenschaftlerin Aki Ross. Aki sucht mit Hilfe ihres Mentors Dr. Sid und der Kampftruppe "Deep Eyes" nach den letzten Überresten der Schlüsselkomponenten, mit denen sie die Erde retten kann. Dabei führt sie nicht nur ein Rennen gegen die Zeit, sondern auch gegen General Hein, einen militanten Oppositionellen, der die einzig rettende Chance darin sieht, eine riesige, alles vernichtende Space-Kanone auf die Feinde abzufeuern. Die Zeit läuft ab - und die Erde scheint den Kampf gegen die Aliens zu verlieren… (moviedata)


meine meinung |

Schon bevor dieser Film bei uns in die Kinos kam wurden wir von allen Seiten darauf vorbereitet. Final Fantasy war in aller Munde. Kein Wunder, ist dies doch der erste Kinofilm, der komplett im Computer entstanden ist. Oder besser gesagt, der sich für die Animationen "richtige" Menschen als Vorbild nahm. Damit meine ich, dass wir hier nicht irgendwelche Comic Figuren auf der Leinwand sehen, sondern im Rechner erschaffene Menschen. Leider habe ich es wieder einmal nicht geschafft, diesen Film im Kino zu sehen. Mein Interesse war allerdings so groß, dass ich mir (ungesehen) die DVD gekauft habe. Ein Fehler?

Ja und Nein! Denn man sollte sich im Klaren sein, was man von Final Fantasy erwartet. Ist man auf einen Science-Fiction-Film mit guter Story aus, wird man wohl am Ende enttäuscht sein. Sieht man diesen Film allerdings als eine Art Meilenstein der Tricktechnik, wird man mit sagenhaften Animationen und Bildern belohnt.
Beginnen wir mit der Handlung. Diese ist leider zum einen nichts wirklich neues, zum anderen auch nichts besonderes. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass man bei dem Schreiben des Drehbuchs vorrangig die technische Umsetzung im Kopf hatte. So konnte Final Fantasy auf dieser Ebene weder die Kritiker noch das Publikum begeistern. Mich persönlich hat der Film allzu oft an schon dagewesene Science-Fiction-Werke erinnert.
Für mich ist er eine Mischung aus Titan A.E., Starship Troopers, The fifth Element und Alien. Ansich ist die Auswahl der "Vorbilder" nichts schlechtes. Doch wäre ich am Ende sehr viel glücklicher gewesen, hätte man mir etwas neues, originelles präsentiert.


Irgendwie hat man immer den Eindruck, dass einem jetzt etwas ganz besonderes gezeigt wird, dann flaut das Ganze aber ganz schnell wieder ab. Auch eine genauere Zeichnung der einzelnen Personen hätte der gesamten Story gut getan. In einigen Reviews konnte ich lesen, die Handlung wäre langweilig. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen. Gelangweilt hat mich Final Fantasy keine Minute. Ausserdem, um den Film doch noch zu verteidigen, gibt es immer wieder Szenen, die einfach fabelhaft gelungen sind. Nur das Gesamtbild funktioniert nicht ganz!
Ich bin der Meinung man kann diesen Film mögen oder hassen, dazwischen gibt es nicht sonderlich viel.

Oder man versucht die Story zu vergessen und konzentriert sich hauptsächlich auf die Machart. Denn dafür kann man dem Film nur positive Kritikpunkte zukommen lassen. Im Vorfeld wurde sehr oft erwähnt, dass man bald keine "realen" Schauspieler mehr braucht, so gut wären die Figuren animiert. Dies trifft leider nur teilweise zu. Grundsätzlich wird es (zum Glück) wohl noch einige Jahre dauern bis wir keine Menschen als Schauspieler mehr brauchen. Doch sieht man sich Final Fantasy an, wird man erkennen, dass sich in Sachen Computeranimation einiges getan hat.

Das Hauptproblem ist, dass man ständig Vergleiche anstellt. Wie bewegen sich richtige Menschen? Würden die Haare jetzt wirklich so fallen? Ein wirklicher Mensch hätte sich jetzt so aber nicht verhalten! Fairerweise sollte man so nicht denken. Es wird immer Punkte geben, einen richtigen Menschen von einer Computerfigur zu unterscheiden. Trotzdem finde ich die Animationen in Final Fantasy einfach genial! Als Vergleich würde ich hier gerne die beiden Toy Story Filme erwähnen. Hier sind die Spielzeuge perfekt gelungen, während die Menschen dann doch recht bescheiden aussehen. Sieht man sich nun die Personen in Final Fantasy an, sind diese mehr als perfekt. Würden sie sich nicht bewegen und nicht sprechen - ich bin mir sicher, wir hätte große Schwierigkeiten sie von richtigen Menschen zu unterscheiden. Die Detailgenauigkeit ist verblüffend. Kleidung, Haut, Haare - alles wurde mit größter Sorgfalt umgesetzt.

Das einzige was mir hier negativ aufgefallen ist - nicht alle Personen sind gleich gut geworden. Und dies trifft leider hauptsächlich auf Aki zu, die ja eigentlich die Hauptperson des Films ist. Leider habe ich dafür keine Erklärung.


Ausserdem sollte man die äußerst gelungene Umsetzung der restlichen Figuren, bzw. der Landschaften nicht vergessen. Die gesamte Stimmung, die Schauplätze, die Aliens - alles ist wunderbar gemacht.

Nun ist es an der Zeit für ein Fazit. Ich muss gestehen, es ist sehr schwer für mich, diesen Film zu empfehlen. Wie schon zu anfangs erwähnt - die Story ist nicht unbedingt ein Highlight. Wohl aber die technische Umsetzung. Davon bin ich mehr als begeistert. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man diesen Film gesehen haben muss, denn er ist wirklich ein Meilenstein in Sachen Computeranimation. Ob man ihn dann am Ende liebt oder hasst ist eine andere Frage. Ich persönlich finde dass Final Fantasy ein unterhaltsamer Film mit fantastischen Tricks geworden ist. Ich sehe ihn eher als Kunstwerk an und versuche die etwas flaue Handlung mit den genialen Animationen zu überspielen...


dvd | code 1

Die Bildqualität ist nahezu perfekt. Leider gibt es einen kleinen Kritikpunkt. In dunklen Szenen "grieselt" das Bild etwas. Für einen Film, der quasi ohne Umwegen vom Computer auf DVD gebrannt wurde ist dies ein wenig enttäuschend. Dies soll aber nicht heissen, dass die Bildqualität schlecht ist. Nein - im Gegenteil, wäre jede DVD so gut, könnte man glücklich sein. Es ist wirlich nur ein kleiner "Tick", der das Urteil "Referenz" verweigert.

Der Ton erlaubt sich keine Mängel. Hier ist alles bestens. Die Sprachverständlichkeit ist perfekt, das Gesamtbild äusserst räumlich. Außerdem werden wir mit unzähligen Effekten belohnt, die einfach Spass machen. Auch die Surroundlautsprecher werden mit ordentlich Material versorgt.

Final Fantasy erscheint in der Code 1 Version auf zwei DVDs. Somit ist reichlich Platz für viele interssante Extras. Hier wurde sich, trotz des Flops an den Kinokassen, reichlich Mühe gegeben, eine perfekte DVD auf den Markt zu bringen. Und dies ist mehr als lobenswert.

Lediglich eines habe ich noch anzumerken. Wie einigen vielleicht bekannt ist, gibt es von Columbia seit einiger Zeit sog. SUPERBIT DVDs. Für diese Scheiben wird auf jegliches Extramaterial verzichtet um Platz für bestmögliche Bild- und Tonqualität zu schaffen. Es würde mich also nicht wundern, würde Final Fantasy in dieser SUPERBIT-Reihe erscheinen. Womöglich dann mit einer 100% perfekten Bildqualität und einer optionalen DTS Tonspur. Es ist dann allerdings immer eine Entscheidungsfrage ob man wegen einer geringfügig besseren Qualität auf Extras verzichten möchte. Denn grundsätzlich gibt es an dieser Scheibe nichts auszusetzen.

Wenn auch der Film nicht jedermanns Sache ist, wer eine Demo DVD zum Vorführen seines Heimkino-Equipments sucht, ist mit Final Fantasy bestens bedient.



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Pictures © Columbia Pictures.