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 < back                                     THE MEXICAN |
  info |

Länge: 124 Min.
Bildformat: 2.35:1, anamorph
Ton: Dolby Digital 5.1

Regie: Gore Verbinski
Kamera: Dariusz Wolski
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Brad Pitt, Julia Roberts, James Gandolfini
  oscars |

Nominiert für:

-
  zusammenfassung |

Film: B-
Kamera: B+
Musik: B+

Bildqualität: A-
Ton: A-
Extras: B+
   
  kurzbeschreibung |

Endlich, so hofft der unfreiwillige Mafia-Handlanger Jerry (Brad Pitt), kann er mit seiner Verlobten Samantha (Julia Roberts) ein neues Leben in Las Vegas beginnen. Doch die Mafia lässt ihn nicht los: In einem letzten Auftrag soll er in Mexiko eine seltene, angeblich mit einem Fluch belegte Waffe abholen und in die Staaten schmuggeln. Zunächst läuft alles glatt, doch dann wird die Waffe mitten in dem fremden Land gestohlen. Während Jerry ihr schicksalsergeben hinterher jagt, wird Samantha auf dem Weg nach Las Vegas von dem Killer Leroy (James Gandolfini) gekidnappt. Stück für Stück, Abenteuer für Abenteuer kommt sich das getrennte Paar wieder näher. Aber erst die gesamte Geschichte der Pistole lässt sie erkennen, wie sie aus dem ganzen Durcheinander wieder herauskommen können ... (moviedata)


meine meinung |

Bei manchen Filmen habe ich wirklich ein Problem damit, ein gutes Review zu schreiben. Wie auch in diesem Fall. Denn ich weiß selbst nicht so recht, was ich von The Mexican halten soll. Während ich den Film sah, war ich eher enttäuscht. Hinterher fand ich ihn dann aber doch ganz gut... Ja was nun?

Wenn man sich andere Reviews so durchliest, oder sich Meinungen in Film-Foren ansieht, wird einem sofort bewusst, es gibt entweder Begeisterungsrufe oder die Leute fanden den Fim schlecht. Sehr oft wurde er auch mit Pulp Fiction verglichen. Es tut mir ja wirklich leid, aber dies kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. So gut ist der Film nun auch wieder nicht.

Die Story ist ja teilweise ganz erfrischend, aber als etwas wirklich neues und originelles kann man sie trotzdem nicht bezeichnen. Ich fand den Film am Anfang wirklich ungemein unterhaltsam.
Jerry (Brad Pitt) ist ein schusseliger, kleiner Gauner, der Botenjobs für eine Mafia-Organisation ausführt. Leider ist er in seinem Job meist nicht sonderlich erfolgreich und es ist durch einen Zufall sogar so dumm gelaufen, dass der "Gangsterboss" durch ihn in den Knast gewandert ist.

Eigentlich wollte (oder sollte) Jerry ja mit seiner Freundin Sam (Julia Roberts) nach Las Vegas gehen. Doch dummerweise verlangt man von ihm einen letzten Auftrag. Eine kleine, einfach klingende Sache. Er soll nach Mexiko fliegen, dort eine Pistole abholen und diese seinen Auftraggebern aushändigen.
Das die ganze Geschichte zum Scheitern verurteilt ist, sollte dem Zuschauer von Anfang an klar sein. Auch Samantha wird unfreiwillig in die ganze Angelegenheit reingezogen, denn scheinbar sind noch viel mehr Gangster an der Knarre interessiert... So beginnt eine Mischung aus Road Movie und Actionkomödie.

Das alles ist schon ganz witzig inszeniert, und ich konnte mich stellenweise auch wirklich darüber amüsieren, wie Jerry von einem Schlamassel ins andere schlittert. Doch irgendwie fehlt es dem Film irgendwann ein bisschen an "Drive". Damit meine ich, er ist stellenweise ein wenig zäh, wenn nicht sogar uninteressant oder gar langweilig. Und irgendwie war ich am Ende auch erleichtert, dass der Film endlich vorbei war.

The Mexican stammt von einem Regisseur namens Gore Verbinski und dieser sollte uns allen durch seine Komödie Mäusejagd ein Begriff sein. Mir war der Name übrigens vollkommen fremd, obwohl ich Mäusejagd gesehen hatte. Bei diesem Film erging es mir übrigens ähnlich. Auch er war anfangs unheimlich witzig und flachte dann plötzlich unheimlich ab. Und den selben Fehler hat der Regisseur hier auch wieder begangen. Aber dies ist meine persönliche Meinung. Wie ich lesen konnte, gibt es durchaus Zuschauer, die The Mexican keine Minute zu lang oder gar langweilig fanden.
Leider muss ich immer noch überlegen, warum dieser Film mit Pulp Fiction verglichen wird? Ganz ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Zwar gibt es auch bei The Mexican einige überraschende Wendungen, komische Typen und ein paar lustige Einlagen. An das geniale Drehbuch von Pulp Fiction kommt er aber leider ganz und gar nicht heran.

Wie schon zu anfangs erwähnt, im nachhinein gesehen, fand ich den Film dann doch ganz gut. Denn er hat schon ein paar wirklich gute Szenen, die ich hier allerdings nicht erwähnen werde, um denen, die den Film noch nicht kennen, nicht den Spass zu verderben. Auch die ganze Atmosphäre wird sehr gelungen vermittelt und die Schauplätze in Mexiko wurden perfekt ausgewählt.

Die Schauspieler verrichten ihre Arbeit durchwegs zufriedenstellend. Zwar würde ich dies nicht gerade als Brad Pitts Höchstleistung bezeichnen, aber in die Rolle des kleinen Versagers Jerry passt er eigentlich recht gut. Auch Julia Roberts Schauspiel ist in Ordnung. Wobei man sagen muss, dass man sie schon in besseren Rollen gesehen hat. Die beste Leistung bringt unbestritten James Gandolfini, als schwuler Killer Leroy...

Um zu einem Abschluss zu kommen. The Mexican ist ein ganz guter Film geworden. Auch wenn er teilweise seine Schwächen und Längen hat, kann er aufgrund einiger witziger Dialoge und Szenen und der durchwegs gut agierenden Schauspieler überzeugen. Zwar werde ich meine Sammlung nicht unbedingt mit diesem Film erweitern, das Geld für die Leih-DVD erachte ich aber keineswegs als verschwendet.


dvd | code 2

Wer den Film mag, kann sich ohne weiteres auch die DVD kaufen. Die Bildqualität ist sehr gut. Schwächen konnte ich keine erkennen. Zwar wäre es übertrieben, von Referenzqualität zu sprechen, aber ein sehr gutes Bild kann ja auch überzeugen.
Auch der Ton ist durchwegs in Ordnung. Auch hier sollte man zugeben, dass man diesen Film nicht gerade zum Vorführen der Anlage verwenden würde. Aber auch das muss ja nicht bei jeder DVD sein. Grundsätzlich wird einem hier aber eine rundum gute Abmischung geboten.
Auch das Zusatzmaterial ist guter Durchschnitt und bietet einige sehenswerte Hintergrundinformationen. Wie gerade schon erwähnt, wer den Film mag, der sollte sich auch die DVD zulegen. Alle die ihn noch nicht kennen, empfehle ich, sich The Mexican vor dem Kauf lieber einmal auszuleihen. Und zwar nicht wegen der Qualität der DVD, sondern wegen dem Film selbst. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass er einfach nicht jedermanns Sache ist.


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