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kurzbeschreibung
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Im Jahr 2054 ist die Mordrate in Washington auf Null gesunken. Verantwortlich
für diesen bemerkenswerten Erfolg ist ein Fahndungsprogramm namens Pre-Crime:
Drei Hellseher mit Spezialgebiet Mordvision sagen Verbrechen vorher, die
dann von Cops wie John Anderton (Tom Cruise) schon in der Vorbereitung
vereitelt werden. Das Programm ist ethischerseits nicht ganz unumstritten,
und als Anderton sich eines Tages selbst auf der Fahndungsliste wiederfindet,
beginnt auch er zu zweifeln. (moviedata)
meine meinung |
Als
großer Fan von Steven Spielberg freut es mich immer wieder, wenn ein neuer
Film dieses großartigen Regisseurs in die Kinos kommt. Es gibt so gut
wie keinen Film von Spielberg, der mich enttäuscht hätte. Im Gegenteil,
er schafft es wohl immer wieder sein Publikum zu begeistern, egal welchem
Stoff er sich auch zuwendet. Grundsätzlich ist der Großteil von Spielbergs
Filmen wohl als sog. "Popcorn-Kino" zu bezeichnen. Mit Werken wie Schindlers
Liste (welcher wohl einer der besten und wichtigsten Filme überhaupt
ist), hat er aber bewiesen, dass er nicht nur für angenehme Unterhaltung
sorgen kann, sondern dass er es schafft, auch ernsthafte Themen gekonnt
zu inszenieren. Jetzt liegt sein neuestes Werk vor: Minority Report.
Und was soll ich sagen, als dass mich dieser Film von Anfang an überzeugen
konnte.
Spielberg entführt uns mit seinem Hauptdarsteller Tom Cruise in eine nicht
allzu weit entfernte Zukunft. Eine Welt, die man sich heute schon sehr
gut vorstellen kann. Und bei all den Grausamkeiten die tagtäglich in unserer
Gegenwart geschehen, ist dies eine Zukunft die man sich (ansatzweise)
vielleicht sogar wünschen kann. Denn im Washington des Jahres 2054 gibt
es keine Morde mehr. Diese werden mit Hilfe von sogenannten "Pre-Cogs",
drei Menschen die in die Zukunft sehen können, wirkungsvoll verhindert.
Das System nennt sich "Precrime". Und alle vorhergesehenden Verbrechen
werden vor der Tat selbst von Polizisten gestoppt. Einer von ihnen ist
John Anderton. Er ist voll und ganz von seiner Arbeit und deren Erfolgsquote
überzeugt.
Leider verlief sein bisheriges Leben weniger erfolgreich. Sein Sohn wurde
entführt, seine Frau hat ihn verlassen. So versucht der Cop mit Hilfe
von Drogen dies alles zu vergessen... Doch plötzlich wendet sich das Blatt.
Denn Anderton wird überraschend selbst Opfer des Systems. Angeblich soll
sehr bald einen Menschen töten. Ihm bleiben nur 36 Stunden Zeit, das Ganze
aufzuklären...
Somit gestaltet sich die Story des Films relativ einfach. Was nicht heißen
soll, dass der Film von nun an uninteressant wird. Im Gegenteil, jetzt
fängt die ganze Geschichte erst richtig an und wir jagen zusammen mit
dem Hauptdarsteller im Dunkeln und hoffen zwei Stunden später auf die
erlösende Aufklärung des Ganzen.
So gut dieses Justizsystem der Zukunft auch klingen mag, spätestens als
unsere Hauptperson angeklagt wird, beginnt man an ihm zu zweifeln. Man
kann sich einfach nicht vorstellen, dass Anderton einen Mord begehen wird.
Das Erfolgsrezept von "Precrime" gerät ins Wanken. Mehr sollte man nun
auch gar nicht von der Handlung wissen, den Rest muss man einfach gemeinsam
mit dem Hauptdarsteller erleben.
Mit Minority Report ist Spielberg wieder zum (anfangs erwähnten)
Popcorn-Kino zurückgekehrt. Aber zu einem, dass letztendlich doch ein
wenig zum Nachdenken anregt. So ist dieser Film also kein reinrassiges
Action-Spektakel, nein, zwischen all den sagenhaften Special-Effects gibt
es immer wieder Momente, über die man sich Gedanken macht. Vor allem macht
man sich Sorgen darüber, ob die Zukunft wirklich so aussehen wird. Wird
es eine ähnliche Welt geben, in der es möglich ist, jeden Bewohner nahezu
hundertprozentig zu überwachen? Letztendlich kann man nur hoffen, dass
Spielbergs Film eine Vision bleibt. Denn am Ende hat wohl jeder Mensch
auch das Recht auf ein gewisses Privatleben.
Kommen wir zur technischen Seite des Films. Wieder einmal hat Spielberg
seine altbewährte Crew zusammen gerufen. Und das ist auch gut so. Denn
es sind Leute, die ihn kennen, die es verstehen, seine Visionen perfekt
umzusetzen. Wieder einmal beweist John Williams, dass er einer der besten
Komponisten ist und wieder einmal war ich von der fantastischen Kameraarbeit
von Janusz Kaminski mehr als begeistert. Vom Stil her ähnelt Minority
Report sehr stark Spielbergs letztem Film AI. Und sehr oft
hat man den Eindruck, dass es sich hier um eine optische Fortsetzung von
AI handelt. Nur in einer anderen Stadt mit einer anderen Story.
Dies lässt sich auch an sehr deutlich an Kaminskis Photografie erkennen.
Minority Report hat einen überragenden Stil. Farben wurden äußerst
sparsam eingesetzt, was den Film eine gewisse Härte und Kälte verleiht.
Außerdem ist der gesamte Film sehr kontrastreich gefilmt, was die gesamte
Optik umso interessanter macht.
Die Schauspieler, allen voran natürlich Tom Cruise, spielen sehr überzeugend.
Hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Auch alle Nebendarsteller wurden
perfekt besetzt. So muß man nicht erwähnen, dass Max von Sydow
ein sehr guter Schauspieler ist. Aber auch die eher unbekannten Darsteller
wie Colin Farrell oder Samantha Morton machen ihre Arbeit perfekt.
Um zum Ende zu kommen - ich kann Minority Report nur jedem empfehlen.
Denn er bietet über zwei Stunden absolut sehenswerte Unterhaltung. Einzig
und allein ein paar kleine Logikfehler könnten womöglich noch das Filmerlebnis
trüben. Auch sollte man sich nicht vom Trailer in die Irre führen lassen.
Denn durch diesen erwartet man eher einen Actionkracher, welche MR
eigentlich gar nicht ist... Trotzdem konnte mich der Film durchaus überzeugen
und Steven Spielberg bleibt unbestritten einer meiner Lieblingsregisseure...
dvd | code 2
In manchen Foren konnte man lesen, dass einige Käufer wohl ganz und
gar nicht mir der Bildqualität von Minority Report zufrieden
sind. Diese Meinung kann ich keinesfalls teilen. Dazu sei vielleicht folgendes
erwähnt. Kameramann Janusz Kaminski hat hier seinen (mit Saving
Private Ryan begonnenen) Stil fast schon im übertriebenen Sinne
angewandt. Entstanden ist eine Optik, die dem ein oder anderen womöglich
überhaupt nicht gefallen mag. Ich finde sie mehr als genial. Aufgrund
des besonderen Looks mag man vielleicht den Eindruck haben, hier stimmt
was nicht. Man sollte beruhigt sein. Denn ich bin mir sicher, genau SO
wollten Spielberg und Kaminski diesen Film auch auf DVD haben.
Auch mit dem Ton kann man mehr als zufrieden sein. Ich muss gestehen,
ich habe mir nicht die Mühe gemacht, alle Tonspuren miteinander zu
vergleichen. Mein Urteil bezieht sich in diesem Falle auf die DTS-Spur.
Und diese ist mehr als perfekt. Selbst wenn ich wollte, ich könnte
keine negative Kritik äußern.
Ähnliches gilt für das Zusatzmaterial. Auch hier wird dem Filmfan
einiges an Hintergrundinformation zum Film geboten. Insgesamt also eine
perfekte DVD die man sich ruhigen Gewissens kaufen kann.
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Pictures
© dreamworks.
09/10/02
17/04/03
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