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kurzbeschreibung
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Bei einem Autounfall auf den Hügeln über Hollywood verliert eine schwarzhaarige
Schönheit ihr Gedächtnis und sucht verstört in einem leerstehenden Appartment
Zuflucht. Dort zieht am nächsten Tag die naive Schauspielerin Betty ein,
die in der Traumfabrik auf die große Karriere hofft. Die beiden Frauen
freunden sich an und versuchen gemeinsam, das Geheimnis um die Identität
der Schwarzhaarigen zu lüften. Parallel dazu wird ein Filmregisseur mit
den harten Tatsachen des Filmgeschäfts konfrontiert. (moviedata)
meine meinung |
Während
ich hier sitze und die ersten Buchstaben tippe, frage ich mich ständig,
ob es überhaupt möglich ist, eine vernünftige Kritik zu diesem Film zu
schreiben.
Und während ich den Film sah, kamen mir immer wieder folgende Worte ins
Gedächtnis, die mir Markus Schäfer seinerzeit bei einem Interview
stellte: "Mullholland Drive ist ein ziemlich guter Film. Aber
irgendwie auch ziemlich Scheisse ... Schau ihn Dir mal an und versuche
anschliessend, eine kurze und treffende Inhaltsangabe in 3-4 Sätzen zu
schreiben. Viel Vergnügen!"
Viel Vergnügen! Damit hatte er wohl recht, denn es ist nahezu unmöglich
diesen Film in ein paar Worten zu beschreiben. Mulholland Drive
ist der neueste Film von David Lynch. Alle, die sich schon einmal näher
mit den Werken dieses Regisseurs auseinandergesetzt haben, werden feststellen,
dass dies gar nicht so einfach ist. Manche seine Filme erscheinen ganz
normal, während ein Großteil am Ende oftmals große Ratlosigkeit hinterlässt.
Man stellt sich die Frage, wer denn hier nun bescheuert ist? Der Regisseur
oder man selbst. Ich möchte mich hier nicht als "dumm" outen. Normalerweise
habe ich keine Probleme einen Film zu verstehen, auch nicht, wenn es sich
um einen komplizierten Plot handelt. Doch bei manchen Lynch Filmen muss
ich gestehen, dieser Verrückte schafft es immer wieder, dass ich mich
absolut bescheuert fühle.
Und bei Mulholland Drive ging es mir ähnlich. Somit bin ich ehrlich
- zu anfangs habe ich den Film NICHT verstanden. Und alle, die mir einreden
wollen, dieses Werk (ja fast schon KUNSTwerk, denn als "schlichten", normalen
Film kann man MD wohl nicht gerade bezeichnen) nach den Schlußworten
"Silencio" begriffen zu haben, denen kann ich nur entweder unterstellen
sie seien Genies oder sie können genauso verzwickt und verrückt denken
wie der Regisseur selbst ...
Oftmals denke ich auch, dass ich womöglich mit der falschen Einstellung
an Lynchs Filme herangehe. Denn meistens bin ich schon dermassen verspannt
und angestrengt beim Ansehen um ja kein - womöglich - wichtiges und entscheidendes
Detail zu verpassen. Wäre es vielleicht viel sinnvoller sich nicht so
viele Gedanken zu machen und sich einfach in die Handlung reinziehen zu
lassen? Trotzdem bleibt am Ende ein komisches Gefühl. Nämlich die Erkenntnis,
den Film nicht oder wenigstens nicht richtig verstanden zu haben.
Und auch diesmal bleiben sehr viele Fragen offen.
Es ist unmöglich bei Filmen dieser Art viel über die Handlung zu erzählen.
Denn, auch wenn ich dies schon oft geschrieben habe, man muss die Geschichte
selbst "erleben". Etwas zu verraten, wäre all denjenigen gegenüber unfair,
die Mulholland Drive noch nicht gesehen haben.
Mittlerweilen habe ich den Film verstanden, aber auch nur, weil ich im
Internet eine Seite gefunden habe, die versucht hat, die Fragen zu klären.
Ob die Meinung dieses Autors denn nun auch wirklich korrekt ist, bleibt
natürlich eine Vermutung. Was ich jedoch lesen konnte, erscheint mir recht
plausibel. Und wenn man sich DANN nochmals Gedanken zu MD macht,
dann wird man erkennen, wie genial dieser Film doch eigentlich ist. Ich
werde hier auch keine Internetseite nennen, womöglich würden manche in
die Versuchung kommen, sich schon vorab des Rätsels Lösung durchzulesen.
Und das würde wiederum den ganzen Spaß an der Geschichte zunichte machen.
Was kann man aber zu Mulholland Drive sagen, ohne etwas zu verraten?
Vielleicht sollte man wissen, dass dieser Film zuerst als TV-Serie geplant
war. Dazu ist es aber nie gekommen. Und ganz ehrlich gesagt, bin ich recht
froh darüber. Es reicht schon, zwei Stunden auf die Folter gespannt zu
werden. Wie wäre dies bei einer Serie? Wohl unerträglich. Ich denke, nach
ein paar Folgen Verständnislosigkeit hätte ich sowieso aufgegeben...
Technisch gesehen ist Mulholland Drive perfekt. Er ist einfach,
aber genial gefilmt und bleibt mit einigen unvergesslichen Bildern in
Erinnerung.
Auch Lynchs "Hauskomponist" Angelo Badalamenti verrichtet seine Arbeit
überragend und untermalt die mystische Story mit einem überragendem Score.
Kommen wir zu den Schauspielern. Alle verrichten ihre Arbeit gekonnt.
Am meisten überrascht war ich von Naomi Watts. Aber leider könnte ich
diese Meinung nur denjenigen erklären, die den Film schon gesehen haben
um nicht noch an dieser Stelle etwas über den Film zu verraten...
Wie man sieht, erfährt man durch dieses Review nicht sonderlich viel.
Es geht einfach nicht, seine wirklichen Gedanken hier zu äußern, ohne
etwas von der Handlung zu verraten. Somit bleibt diese Kritik für manche
womöglich genauso undurchschaubar, wie der Film selbst. Trotzdem kann
ich jedem nur empfehlen, sich dieses Werk unbedingt einmal anzuschauen...
dvd | code 2
Die Qualität der DVD ist durchwegs in Ordnung. Am Bild gibt es nichts
auszusetzen. Vielleicht fehlt das letzte Quentchen an Brillanz, trotzdem
kann man zufrieden sein.
Der Ton ist in drei verschiedenen Formaten vorhanden. Deutsch in Dolby
Digital und DTS und natürlich die Originalfassung. Bei dieser sind leider
die deutschen Untertietel nicht ausblendbar, was mich immer wieder nervt.
So schafft man es nämlich immer wieder, den Filmfreund zu verärgen. Nämlich
all diejenigen, die sich Mulholland Drive vielleicht gerne mal
in der Originalfassung angesehen hätten... Ansonsten ist die Tonqualität
allerdings recht gut. Der Film ist zwar kein Soundfeuerwerk, bietet aber
an manchen stellen reichlich Arbeit für alle Lautsprecher.
Extras sind keine vorhanden. Aber dies muss man nicht der Verleihfirma
in die Schuhe schieben. So viel ich weiss, redet Lynch nicht sehr gerne
über seine Filme. Schade eigentlich, wäre es doch mal interessant zu hören,
was er sich denn eigentlich beim Dreh gedacht hat... Und um letztendlich
entscheiden zu können ob David Lynch nun doch ein Genie oder ein Verrückter
ist ...
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Pictures
© Universal.
28/07/02
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