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 < back                                     MULHOLLAND DRIVE |
 

info |

Länge: 145 Min.
Bildformat: 1,85:1
Ton: Dolby Digital, DTS

Regie: David Lynch
Kamera: Peter Deming
Musik: Angelo Badalamenti
Darsteller: Naomi Watts, Laura Harring, Justin Theroux

 

oscars |

Nominiert für:

Best Director

 

zusammenfassung |

Film: A
Kamera: A
Musik: A

Bildqualität: A-
Ton: B+
Extras: F

   
 

kurzbeschreibung |

Bei einem Autounfall auf den Hügeln über Hollywood verliert eine schwarzhaarige Schönheit ihr Gedächtnis und sucht verstört in einem leerstehenden Appartment Zuflucht. Dort zieht am nächsten Tag die naive Schauspielerin Betty ein, die in der Traumfabrik auf die große Karriere hofft. Die beiden Frauen freunden sich an und versuchen gemeinsam, das Geheimnis um die Identität der Schwarzhaarigen zu lüften. Parallel dazu wird ein Filmregisseur mit den harten Tatsachen des Filmgeschäfts konfrontiert. (moviedata)


meine meinung |

Während ich hier sitze und die ersten Buchstaben tippe, frage ich mich ständig, ob es überhaupt möglich ist, eine vernünftige Kritik zu diesem Film zu schreiben.
Und während ich den Film sah, kamen mir immer wieder folgende Worte ins Gedächtnis, die mir Markus Schäfer seinerzeit bei einem Interview stellte: "Mullholland Drive ist ein ziemlich guter Film. Aber irgendwie auch ziemlich Scheisse ... Schau ihn Dir mal an und versuche anschliessend, eine kurze und treffende Inhaltsangabe in 3-4 Sätzen zu schreiben. Viel Vergnügen!"

Viel Vergnügen! Damit hatte er wohl recht, denn es ist nahezu unmöglich diesen Film in ein paar Worten zu beschreiben. Mulholland Drive ist der neueste Film von David Lynch. Alle, die sich schon einmal näher mit den Werken dieses Regisseurs auseinandergesetzt haben, werden feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist. Manche seine Filme erscheinen ganz normal, während ein Großteil am Ende oftmals große Ratlosigkeit hinterlässt. Man stellt sich die Frage, wer denn hier nun bescheuert ist? Der Regisseur oder man selbst. Ich möchte mich hier nicht als "dumm" outen. Normalerweise habe ich keine Probleme einen Film zu verstehen, auch nicht, wenn es sich um einen komplizierten Plot handelt. Doch bei manchen Lynch Filmen muss ich gestehen, dieser Verrückte schafft es immer wieder, dass ich mich absolut bescheuert fühle.

Und bei Mulholland Drive ging es mir ähnlich. Somit bin ich ehrlich - zu anfangs habe ich den Film NICHT verstanden. Und alle, die mir einreden wollen, dieses Werk (ja fast schon KUNSTwerk, denn als "schlichten", normalen Film kann man MD wohl nicht gerade bezeichnen) nach den Schlußworten "Silencio" begriffen zu haben, denen kann ich nur entweder unterstellen sie seien Genies oder sie können genauso verzwickt und verrückt denken wie der Regisseur selbst ...
Oftmals denke ich auch, dass ich womöglich mit der falschen Einstellung an Lynchs Filme herangehe. Denn meistens bin ich schon dermassen verspannt und angestrengt beim Ansehen um ja kein - womöglich - wichtiges und entscheidendes Detail zu verpassen. Wäre es vielleicht viel sinnvoller sich nicht so viele Gedanken zu machen und sich einfach in die Handlung reinziehen zu lassen? Trotzdem bleibt am Ende ein komisches Gefühl. Nämlich die Erkenntnis, den Film nicht oder wenigstens nicht richtig verstanden zu haben. Und auch diesmal bleiben sehr viele Fragen offen.


Es ist unmöglich bei Filmen dieser Art viel über die Handlung zu erzählen. Denn, auch wenn ich dies schon oft geschrieben habe, man muss die Geschichte selbst "erleben". Etwas zu verraten, wäre all denjenigen gegenüber unfair, die Mulholland Drive noch nicht gesehen haben.
Mittlerweilen habe ich den Film verstanden, aber auch nur, weil ich im Internet eine Seite gefunden habe, die versucht hat, die Fragen zu klären. Ob die Meinung dieses Autors denn nun auch wirklich korrekt ist, bleibt natürlich eine Vermutung. Was ich jedoch lesen konnte, erscheint mir recht plausibel. Und wenn man sich DANN nochmals Gedanken zu MD macht, dann wird man erkennen, wie genial dieser Film doch eigentlich ist. Ich werde hier auch keine Internetseite nennen, womöglich würden manche in die Versuchung kommen, sich schon vorab des Rätsels Lösung durchzulesen. Und das würde wiederum den ganzen Spaß an der Geschichte zunichte machen.

Was kann man aber zu Mulholland Drive sagen, ohne etwas zu verraten? Vielleicht sollte man wissen, dass dieser Film zuerst als TV-Serie geplant war. Dazu ist es aber nie gekommen. Und ganz ehrlich gesagt, bin ich recht froh darüber. Es reicht schon, zwei Stunden auf die Folter gespannt zu werden. Wie wäre dies bei einer Serie? Wohl unerträglich. Ich denke, nach ein paar Folgen Verständnislosigkeit hätte ich sowieso aufgegeben...

Technisch gesehen ist Mulholland Drive perfekt. Er ist einfach, aber genial gefilmt und bleibt mit einigen unvergesslichen Bildern in Erinnerung.
Auch Lynchs "Hauskomponist" Angelo Badalamenti verrichtet seine Arbeit überragend und untermalt die mystische Story mit einem überragendem Score.
Kommen wir zu den Schauspielern. Alle verrichten ihre Arbeit gekonnt. Am meisten überrascht war ich von Naomi Watts. Aber leider könnte ich diese Meinung nur denjenigen erklären, die den Film schon gesehen haben um nicht noch an dieser Stelle etwas über den Film zu verraten...

Wie man sieht, erfährt man durch dieses Review nicht sonderlich viel. Es geht einfach nicht, seine wirklichen Gedanken hier zu äußern, ohne etwas von der Handlung zu verraten. Somit bleibt diese Kritik für manche womöglich genauso undurchschaubar, wie der Film selbst. Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, sich dieses Werk unbedingt einmal anzuschauen...



dvd | code 2

Die Qualität der DVD ist durchwegs in Ordnung. Am Bild gibt es nichts auszusetzen. Vielleicht fehlt das letzte Quentchen an Brillanz, trotzdem kann man zufrieden sein.

Der Ton ist in drei verschiedenen Formaten vorhanden. Deutsch in Dolby Digital und DTS und natürlich die Originalfassung. Bei dieser sind leider die deutschen Untertietel nicht ausblendbar, was mich immer wieder nervt. So schafft man es nämlich immer wieder, den Filmfreund zu verärgen. Nämlich all diejenigen, die sich Mulholland Drive vielleicht gerne mal in der Originalfassung angesehen hätten... Ansonsten ist die Tonqualität allerdings recht gut. Der Film ist zwar kein Soundfeuerwerk, bietet aber an manchen stellen reichlich Arbeit für alle Lautsprecher.
Extras sind keine vorhanden. Aber dies muss man nicht der Verleihfirma in die Schuhe schieben. So viel ich weiss, redet Lynch nicht sehr gerne über seine Filme. Schade eigentlich, wäre es doch mal interessant zu hören, was er sich denn eigentlich beim Dreh gedacht hat... Und um letztendlich entscheiden zu können ob David Lynch nun doch ein Genie oder ein Verrückter ist ...



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Pictures © Universal.



28/07/02