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FILM-KUNST.COM DVD & FILM REVIEWS // +05 |
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| < back PLANET OF THE APES | | |||||||
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| kurzbeschreibung
| 2029: Der Astronaut Leo Davidson (Mark Wahlberg) arbeitet auf einer Raumstation als Betreuer von Affen, die als Versuchskaninchen auf gefährliche Missionen geschickt werden. Als ein Affenmädchen spurlos verschwindet, entschließt er sich, gegen den Befehl seines Vorgesetzten, seinem Schützling zu folgen. Dabei wird er in einem elektromagnetischen Nebel aus der Raum-Zeit-Bahn geschleudert und landet schließlich auf einem fremden Planeten. Hier ist manches anders, hier sind die Menschen den Affen Untertan, die Affen sprechen und sind "zivilisiert". Mit Hilfe der reizenden Schimpansen-Aktivitistin und Menschen-Sympathisantin Ari (Helena Bonham-Carter) und einigen menschlichen Rebellen flieht Leo. Sie stellen sich gegen die Gorilla-Armee des General Thade (TIM ROTH) und dessen Adlatus Attar (Michael Clarke Duncan)... (moviedata) meine meinung | Planet of the Apes ist ein Remake des Klassikers aus dem Jahre 1968. Gleich zu Anfang muss ich gestehen, dass ich nie ein sonderlich großer Fan dieses Films war. Er hat mir zwar recht gut gefallen, begeistert war ich allerdings nicht. Normalerweise hätte ich mir das Remake wahrscheinlich auch nicht angesehen, wäre mir nicht ein Name sofort ins Auge gestoßen, nämlich Tim Burton. Denn diesen Regisseur halte ich für äußerst talentiert und ich mag eigentlich alle seine Filme. Bisher hatte er mich nie enttäuscht. Filme wie Batman, Edward Scissorhands, Ed Wood oder Sleepy Hollow sind etwas ganz besonderes. Wenn ich es schon als vollkommen sinnlos erachtet habe, dass Planet der Affen neu verfilmt wird, wenigstens ließ der Regisseur auf einen perfekten Film hoffen... Ganz so perfekt ist er allerdings nicht geworden. Im Gegenteil. Eigentlich sollte man von Burtons Arbeit relativ enttäuscht sein. Jeder der den "alten" Film gesehen hat, weiß welche Handlung ihn erwartet. So weit ich mich noch erinnern kann (es ist lange her, dass ich den Film gesehen habe) gibt es hier so gut wie keine Vorgeschichte. Das ist in Burtons Version ein wenig anders. Wir treffen auf Leo Davidson. Dessen "Beruf" ist es, Affen das Fliegen von Raumschiffen beizubringen. Bei einem unerwarteten Einsatz soll nun auch solch ein "flugtauglicher" Affe als erster ein unbekanntes Gebiet auskundschaften. Dummerweise geht etwas schief und der Schimpanse verschwindet mitsamt seinem Raumschiff in den Weiten des Alls. Leo möchte seinen "Lehrling" retten. Doch leider geschieht auch ihm ähnliches, plötzlich hat er sein Schiff nicht mehr unter Kontrolle und muss auf einem fremden Planeten notlanden. Hier erwartet ihn eine böse Überraschung, denn in dieser Welt regieren die Affen und halten sich Menschen als Sklaven... Viel mehr brauche ich wohl nicht zu erzählen, werden doch die meisten schon irgendwann einmal den Klassiker mit Charlton Heston gesehen haben. Das in der neuen Version natürlich versucht wurde einiges anders zu gestalten, sollte auch jedem klar sein. Doch leider ist das meiner Meinung nach nicht sonderlich gut gelungen. Die Story ist bis auf den Anfang nicht sonderlich spannend und hat den ein oder anderen logischen Fehler. Vor allem von dem mehr oder weniger bescheurtem Ende war ich dann doch reichlich enttäuscht. Die Grundidee (die Umkehrung der Rasse Mensch/Affe) funktioniert natürlich auch in Burtons Film. Leider hat er all seinen Charakteren sehr wenig Platz eingeräumt und so erscheinen die Personen ziemlich flach. Auch die gerade erwähnten logischen Fehler fand ich reichlich bescheuert, auch wenn es sich oftmals nur um Kleinigkeiten handelt. Aber lassen wir die Story und das Ende mal so sein, wie es ist - als nicht besonders gelungen. Hierzu kann ich nur sagen: Was soll's? Es hat mich nicht sonderlich gestört. Denn in erster Linie soll ein Film unterhalten und das gelingt ihm recht gut. Diejenigen, die schon öfter meine Reviews gelesen haben, wissen, dass ich einen Film oftmals nicht nur aufgrund der Handlung als "gut" bezeichne. So kann es durchaus sein, dass mir ein Film ausschließlich aufgrund seiner Optik sehr gut gefällt. Und ähnliches habe ich auch bei Planet of the Apes erwartet. Denn Burton ist schließlich bekannt dafür, optisch brillante Filme zu machen. Hier hat er mich allerdings ein wenig enttäuscht. Das ganze Set-Design sieht, wie ich finde, ganz und gar nicht nach Tim Burton aus. Ganz ehrlich gesagt, ich fand die Schauplätze eher langweilig und sie sahen eher "billig" als wie so oft behauptet, fabelhaft aus. Hier hätte ich einiges mehr von Burton erwartet. Um den Film nun doch noch ein paar gute Punkte zukommen zu lassen - ein paar Worte zur fantastischen Maske. Die Affen sehen fabelhaft aus. Ich war den gesamten Film über absolut begeistert. Noch immer kann ich es nicht verstehen, warum der Film in dieser Kategorie nicht für den Oscar nominiert war. Und auch wenn man Tim Roth hinter dem perfekten Make Up nicht erkennt, er hat seine Rolle wunderbar gespielt. Zwar konnte ich sehr oft lesen, man hätte sich bekannte Schauspieler sparen können, im Fall Tim Roth bin ich mir da allerdings nicht so sicher. Seine Darstellung des Bösewichts Thade fand ich überaus gelungen. Denn ich stelle es mir sehr schwierig vor, hinter einer Latexmaske noch so viel Ausdruck und Mimik in die Figur zu bringen. Für mich ist General Thade somit eine der besten Film-Persönlichkeiten der letzten Zeit geworden. Ähnliches gilt auch für Helena Bonhan-Carter. Auch sie verkörpert ihre Rolle absolut überzeugend. Ob Mark Whalberg die beste Wahl war, darüber kann man sich streiten. Zwar fand ich seinen Auftritt nicht so schlecht, wie überall gesagt wurde, aber es stimmt schon, besonders viel Lust schien er mit seiner Figur nicht gerade zu haben... Gleiches gilt auch für all die anderen "Menschendarsteller". Sie sind einfach nur da, bewegen sich in ihrer Filmumgebung, aber die "Affen" stehlen ihnen voll und ganz die Schau. Als ich den Namen Philippe Rousselot las, freute ich mich auf eine perfekte Kameraführung. Und eigentlich wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Oscarpreisträger hat es geschafft, alle Akteure ins rechte Licht zu rücken. Allerdings habe ich mir die Frage gestellt, was Emanuel Lubezki aus dem Ganzen gemacht hätte. Denken wir nur an seine fantastische Arbeit in Sleepy Hollow. Hier hat er es wunderbar geschafft, aus kleinen Studioräumen eine unglaubliche Weite zu zaubern. Bei Rousselot konnte man den Studiocharakter noch sehr deutlich erkennen. Beispielsweise am Anfang in der Stadt, dies sah schon alles sehr unnatürlich aus. Hätte dieses (wie ich finde) billig aussehende Set ein anderer Kameramann besser "vertuschen" können? Bevor ich meine Ausschweifungen beende, noch eine kleine Anmerkung zur Musik. Burtons "Hauskomponist" Danny Elfman hat es auch diesmal wieder geschafft, eine perfekt passende Filmmusik zu zaubern... So, nach all den eher schlechten Worten, ist es schwer für mich ein Fazit zu ziehen. Denn im nachhinein gesehen, hat mir Planet of the Apes eigentlich recht gut gefallen. Der Film war unterhaltsam und die Maske ist mehr als fantastisch. Auch die überragende Leistung von Tim Roth konnte den Film retten. Wer allerdings auf ein neues Meisterwerk von Tim Burton hofft, weil er dessen frühere Werke so faszinierend fand, der wird wohl etwas enttäuscht sein. Die einzige Frage (nach dem unverständlichen Ende) bleibt für mich - werde ich mir die DVD kaufen oder nicht? Aber dazu mehr weiter unten... dvd | code 2 Wenn auch der Film nicht unbedingt ein Highlight ist, muss ich gestehen, dass ich mir die DVD aufgrund ihrer sehr guten Qualität wohl trotzdem zulegen werden. Leider kann ich über den Umfang der Extras nicht viel berichten, da ich bisher nur die Verleihversion in Händen hatte. Hier bekam ich leider nur die erste Disc, eines 2-DVD-Sets. Beurteilen kann ich allerdings die Qualität des Hauptfilms. Und diese ist (wieder ein großes Lob an FOX) sehr hochwertig. Die Bildqualität ist sehr gut, und bei bestem Willen kann ich hierzu keinerlei negative Kritik äußern. Auch der Ton ist fantastisch. Wenn auch die Surrounds nicht in allen Szenen ausgenutzt werden, dort wo es Sinn macht sind die Toneffekte fabelhaft. Außerdem ist die Abmischung wunderbar gelungen. Der Lautstärkelevel ist sehr gut ausgeglichen. Dies erspart einem den lästigen Griff zum Lautstärkeregler, werden doch bei manchen Filmen actionreiche Szenen sehr gern zu laut abgemischt. Die Stimmen sind jederzeit perfekt verständlich. Auch das erlebt man in letzter Zeit recht selten. Und einige Szenen haben regelrecht Referenzcharakter. So eignet sich beispielsweise die Absturzsequenz am Anfang des Films wunderbar zum Vorführen der Heimkinoanlage. Was ich gelesen habe, wird wohl auch das Zusatzmaterial sehr umfangreich ausfallen, auch ein Grund dafür, die Scheibe zu besitzen... Und als Tim Burton Fan, fällt die Entscheidung noch leichter. Auch wenn dies nicht sein bester Film ist, in der Sammlung sollte er nicht fehlen... < top Pictures © by FOX. |