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kurzbeschreibung
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Wegen seiner schockierenden Schriften wird der berüchtigte Marquis de
Sade (Geoffrey Rush) ins Irrenhaus von Charenton gesperrt. Doch mit Hilfe
der Magd Madeleine (Kate Winslet) gelingt es ihm, weiterhin seine pervers-erotischen
Phantasien zu veröffentlichen. Das Resultat ist der Roman "Justine", der
die Gemüter erregt und dazu führt, dass der brutale Psychiater Dr. Royer-Collard
(Michael Caine) in die Anstalt entsandt wird. Er soll den Marquis zur
Räson bringen und hat freie Hand in der Wahl seiner Mittel. Ein unerbittlicher
und blutiger Kampf um Macht und Unterwerfung beginnt, der in einer apokalyptischen
Anstaltsnacht grausam eskaliert. (Covertext)
meine meinung |
Sieben Jahre Pause hat sich Regisseur Philip Kaufmann (Henry & June,
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins) gegönnt, bevor er uns nun
Quills beschert. Die Schaffenspause sei ihm gegönnt, denn Quills
ist ein grandioser Film geworden.
Die Handlung bringt uns in die Zeit der Französischen Revolution. Und
sie bringt uns zugleich in ein nicht gerade angenehmes Ambiente, nämlich
in die Gemäuer einer Irrenanstalt. Hier treffen wir auf den provokativen
Schriftsteller Marquis de Sade. Seine eher perversen Romane kommen zwar
beim Publikum recht gut an, werden aber von höherer Stelle mehr als verachtet.
Man geht sogar soweit, seine Publikationen zu vernichten. Der Marquis
wird allerdings nicht nur aufgrund seiner Worte verachtet, nein auch im
wirklichen Leben ist er nicht gerade ein Mensch, der sich "anständig"
verhält.
So wäre er für seine Taten normalerweise verurteilt worden, hätte ihm
seine Frau nicht geholfen, anstatt in ein Gefängnis in die Irrenanstalt
zu kommen. Hier hat er ein vergleichsweise schönes Leben. Er verfügt über
eine gut ausgestattete Zelle, bekommt gutes Essen und Wein und kann außerdem
in aller Ruhe seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben von schmuddeligen
Romanen, nachgehen.
Die Wäscherin Madeleine hilft ihm dabei, seine Werke in die Öffentlichkeit
zu schmuggeln. Doch das Ganze nimmt urplötzlich eine andere Wendung. Sein
neuestes Buch "Justine" gelangt in die falschen Hände und sogleich will
man sein Schreiben stoppen. Der Psychiater Royer-Collard bekommt den Auftrag,
den Marquis mit allen Mitteln zum "schweigen" zu bringen. Doch dieser
denkt gar nicht daran aufzuhören. Und selbst als man ihm all seine Federn
und Tinten wegnimmt, fallen ihm immer wieder neue Wege ein, seine Gedanken
niederzuschreiben.
Die Story dieses Films ist ungemein unterhaltsam. Mir fallen keinerlei
negative Kritikpunkte ein. Um die weltbekannte Figur des Marquis de Sade
wurde eine äußerst glaubwürdige Geschichte "gestrickt". Somit ist auch
der Film selbst ähnlich provokant, derb und schmutzig wie die Werke
des Schriftstellers. Ganz ehrlich gesagt, fallen mir überhaupt keine Punkte
ein, die ich Quills ankreiden könnte.
Wie schon erwähnt, die Story ist brillant. Gleiches gilt für die Optik
des Films, die Ausstattung und besonders für die Schauspieler. Alle spielen
gleichermaßen perfekt. Das sich Kaufmann einige der besten ausgesucht
hat sieht man wohl auch daran, dass jeder einzelne schon einen Oscar bekommen
hat, oder wenigstens für ihn nominiert war.
So könnte ich mir keinen besseren Darsteller als Geoffrey Rush für die
Rolle des Marquis de Sade vorstellen. Michael Caine ist wie immer wunderbar
und auch Gladiator-Bösewicht Joaquin
Phoenix beweist hier sein unermüdliches Talent. Das ich ein großer Fan
von Kate Winslet bin, habe ich bestimmt schon erwähnt. Auch sie konnte
mich vollkommen überzeugen und gehört eindeutig zu den besten
Schauspielerinnen ihrer Generation.
Wie man sieht, ist dieses Review relativ kurz ausgefallen. Dies allerdings
nur aus einem Grund. Zum einem möchte ich nicht viel über den Film verraten.
Es ist besser, wenn man sich von den Geschehnissen und Wendungen der Handlung
selbst überraschen lässt.
Zum anderen gibt es keinerlei Kritik, die ich äußern könnte. Denn Quills
ist schlicht und einfach ein fantastischer Film, den man keinesfalls verpassen
sollte.
dvd
| code 2
Die Bildqualität erscheint auf den ersten Blick etwas enttäuschend. Dies
liegt aber größtenteils an der Optik des Films. Denn Quills ist
alles anderes als "farbenfroh". Im Gegenteil, der gesamte Film ist in
einem tristen grün gefilmt. Die Schärfe der DVD ist allerdings mehr als
ordentlich und deshalb bin ich auch recht zufrieden.
Auch der Ton gibt sich keine Blöße. Zwar gibt es hier so gut wie keine
Surroundeffekte, aber auch das liegt am Thema des Films selbst. Quills
ist ein eigentlich ein Dialogfilm. Und somit sind auch die Stimmen perfekt
verständlich. Aber auch die Musik wurde sehr gut abgemischt, was am Ende
doch zu einem erfreulichen Gesamtergebnis führt. Bei den Extras hätte
ich mir aber leider etwas mehr gewünscht.
Zwar ist das Zusatzmaterial keinesfalls von schlechter Qualität, aber
es ist einfach zu wenig. Die Making-Of Berichte sind zwar interessant,
aber zu kurz. Trotzdem habe ich es nicht bereut, diese DVD gekauft zu
haben.
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Pictures
© Fox.
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