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 < back                                      QUILLS |
  info |

Länge: 119 Min.
Bildformat: 1,85:1. anamorph
Ton: Dolby Digital 5.1.

Regie: Philip Kaufman
Kamera: Rogier Stoffers
Musik: Stephen Warbeck
Darsteller: Geoffrey Rush, Kate Winslet, Michael Caine, Joaquin Phoenix
 

oscars |

Nominiert für:

Hauptdarsteller
Set Design
Kostüme

  zusammenfassung |

Film: A
Kamera: A-
Musik: A-

Bildqualität: A-
Ton: B+
Extras: B-
   
 

kurzbeschreibung |

Wegen seiner schockierenden Schriften wird der berüchtigte Marquis de Sade (Geoffrey Rush) ins Irrenhaus von Charenton gesperrt. Doch mit Hilfe der Magd Madeleine (Kate Winslet) gelingt es ihm, weiterhin seine pervers-erotischen Phantasien zu veröffentlichen. Das Resultat ist der Roman "Justine", der die Gemüter erregt und dazu führt, dass der brutale Psychiater Dr. Royer-Collard (Michael Caine) in die Anstalt entsandt wird. Er soll den Marquis zur Räson bringen und hat freie Hand in der Wahl seiner Mittel. Ein unerbittlicher und blutiger Kampf um Macht und Unterwerfung beginnt, der in einer apokalyptischen Anstaltsnacht grausam eskaliert. (Covertext)


meine meinung |

Sieben Jahre Pause hat sich Regisseur Philip Kaufmann (Henry & June, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins) gegönnt, bevor er uns nun Quills beschert. Die Schaffenspause sei ihm gegönnt, denn Quills ist ein grandioser Film geworden.

Die Handlung bringt uns in die Zeit der Französischen Revolution. Und sie bringt uns zugleich in ein nicht gerade angenehmes Ambiente, nämlich in die Gemäuer einer Irrenanstalt. Hier treffen wir auf den provokativen Schriftsteller Marquis de Sade. Seine eher perversen Romane kommen zwar beim Publikum recht gut an, werden aber von höherer Stelle mehr als verachtet. Man geht sogar soweit, seine Publikationen zu vernichten. Der Marquis wird allerdings nicht nur aufgrund seiner Worte verachtet, nein auch im wirklichen Leben ist er nicht gerade ein Mensch, der sich "anständig" verhält.
So wäre er für seine Taten normalerweise verurteilt worden, hätte ihm seine Frau nicht geholfen, anstatt in ein Gefängnis in die Irrenanstalt zu kommen. Hier hat er ein vergleichsweise schönes Leben. Er verfügt über eine gut ausgestattete Zelle, bekommt gutes Essen und Wein und kann außerdem in aller Ruhe seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben von schmuddeligen Romanen, nachgehen.

Die Wäscherin Madeleine hilft ihm dabei, seine Werke in die Öffentlichkeit zu schmuggeln. Doch das Ganze nimmt urplötzlich eine andere Wendung. Sein neuestes Buch "Justine" gelangt in die falschen Hände und sogleich will man sein Schreiben stoppen. Der Psychiater Royer-Collard bekommt den Auftrag, den Marquis mit allen Mitteln zum "schweigen" zu bringen. Doch dieser denkt gar nicht daran aufzuhören. Und selbst als man ihm all seine Federn und Tinten wegnimmt, fallen ihm immer wieder neue Wege ein, seine Gedanken niederzuschreiben.

Die Story dieses Films ist ungemein unterhaltsam. Mir fallen keinerlei negative Kritikpunkte ein. Um die weltbekannte Figur des Marquis de Sade wurde eine äußerst glaubwürdige Geschichte "gestrickt". Somit ist auch der Film selbst ähnlich provokant, derb und schmutzig wie die Werke des Schriftstellers. Ganz ehrlich gesagt, fallen mir überhaupt keine Punkte ein, die ich Quills ankreiden könnte.

Wie schon erwähnt, die Story ist brillant. Gleiches gilt für die Optik des Films, die Ausstattung und besonders für die Schauspieler. Alle spielen gleichermaßen perfekt. Das sich Kaufmann einige der besten ausgesucht hat sieht man wohl auch daran, dass jeder einzelne schon einen Oscar bekommen hat, oder wenigstens für ihn nominiert war.
So könnte ich mir keinen besseren Darsteller als Geoffrey Rush für die Rolle des Marquis de Sade vorstellen. Michael Caine ist wie immer wunderbar und auch Gladiator-Bösewicht Joaquin Phoenix beweist hier sein unermüdliches Talent. Das ich ein großer Fan von Kate Winslet bin, habe ich bestimmt schon erwähnt. Auch sie konnte mich vollkommen überzeugen und gehört eindeutig zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation.

Wie man sieht, ist dieses Review relativ kurz ausgefallen. Dies allerdings nur aus einem Grund. Zum einem möchte ich nicht viel über den Film verraten. Es ist besser, wenn man sich von den Geschehnissen und Wendungen der Handlung selbst überraschen lässt.
Zum anderen gibt es keinerlei Kritik, die ich äußern könnte. Denn Quills ist schlicht und einfach ein fantastischer Film, den man keinesfalls verpassen sollte.


dvd | code 2

Die Bildqualität erscheint auf den ersten Blick etwas enttäuschend. Dies liegt aber größtenteils an der Optik des Films. Denn Quills ist alles anderes als "farbenfroh". Im Gegenteil, der gesamte Film ist in einem tristen grün gefilmt. Die Schärfe der DVD ist allerdings mehr als ordentlich und deshalb bin ich auch recht zufrieden.

Auch der Ton gibt sich keine Blöße. Zwar gibt es hier so gut wie keine Surroundeffekte, aber auch das liegt am Thema des Films selbst. Quills ist ein eigentlich ein Dialogfilm. Und somit sind auch die Stimmen perfekt verständlich. Aber auch die Musik wurde sehr gut abgemischt, was am Ende doch zu einem erfreulichen Gesamtergebnis führt. Bei den Extras hätte ich mir aber leider etwas mehr gewünscht.
Zwar ist das Zusatzmaterial keinesfalls von schlechter Qualität, aber es ist einfach zu wenig. Die Making-Of Berichte sind zwar interessant, aber zu kurz. Trotzdem habe ich es nicht bereut, diese DVD gekauft zu haben.

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Pictures © Fox.