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kurzbeschreibung
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After making such American noir classics as The Naked City and Brute Force,
blacklisted director Jules Dassin went to Paris and embarked on his masterpiece:
a twisting, turning tale of four ex-cons who hatch one last glorious heist
in the City of Lights. At once naturalistic and expressionistic, this
melange of suspense, brutality, and dark humor was an international hit
and earned Dassin the Best Director prize at the Cannes Film Festival.
(Cover)
meine meinung |
Eigentlich
sollte man meinen Jules Dassin wäre Franzose. Nein, er wurde in Amerika
geboren. Im Jahre 1950 allerdings hat er Schwierigkeiten in der "McCarthy-Ära"
und kommt vor das Komitee des verbissenen Kommunistenjägers. Er muss
Amerika verlassen und geht nach Paris. Hier dreht er seinen ersten europäischen
Film, der sogleich ein Erfolg wird: Rififi.
So einfach die Geschichte auch klingen mag, so genial ist der Film.
Wir treffen auf den gerade aus dem Knast entlassenen Tony. Dieser hatte
sich damals geweigert, seinen noch sehr jungen Mitstreiter Jo nach einem
Einbruch zu verraten und musste somit fünf Jahre im Gefängnis
absitzen. Als er aus der Haft entlassen wird, planen seine damaligen Freunde
Jo und Mario, einen neuen Einbruch. Sie wollen in einem Juweliergeschäft
die Scheibe einschlagen um Diamanten zu klauen. Zu anfangs lehnt Tony
aber ab. Erst als er erfährt, dass seine damalige Liebe Mado nicht
auf ihn warten konnte, und sich mit einem anderen Mann getröstet
hat, stimmt er enttäuscht dem "Bruch" zu.
Allerdings möchte er sich nicht mit einem kleinen Diebstahl abgeben,
nein er will das große Geld, und das ist im Tresor des Juweliers
zu finden...
Der Film teilt sich quasi in drei Akte. Im ersten lernen wir die Personen
kennen und erleben wie die drei den Einbruch planen. Zu ihrer Unterstützung
holen sie sich noch den italianischen Safeknacker Cesar. Dieser wird übrigens
von Regisseur Dassin selbst dargestellt, allerdings wurde er in den Credits
unter einem falschen Namen aufgeführt.
Die gesamte Planung erweist sich nicht gerade als einfach, ist doch in
dem Geschäft eine hochmoderne Alarmanlage installiert, die erst einmal
ausgetrickst werden will.
Der zweite Teil des Films beschäftigt sich mit dem Einbruch selbst.
Die nun folgenden dreissig Minuten sind wohl das Beste was man, in Bezug
auf Einbruchszenen, jemals auf der Leinwand gesehen hat. Und wenn einem
diese Szene bekannt vorkommen mag, dann bestimmt nur, weil sie im nachhinein
so oft kopiert wurde.
In diesen dreissig Minuten hat der Regisseur vollkommen auf Musik verzichtet.
Ausserdem wird kein einziges Wort gesprochen. Wir hören lediglich
Geräusche. Dies erzeugt eine so gnadenlos gute Spannung, dass man
fast selbst aufhört zu atmen, weil man denkt, die vier Einbrecher
dadurch zu verraten.
Diese Einbruchszene wird so realistisch und bis ins kleinste Detail gezeigt,
dass sie in manchen Ländern als eine Art "Anleitung" angesehen
wurde. Daraufhin wurde der Film teilweise sogar verboten.
In einem anderen Review habe ich eine sehr treffende Bemerkung zu dieser
Sequenz gelesen, die ich hier einfach erwähnen muss. So schrieb der
Autor: "Wenn sie an dieser Stelle Rififi nicht lieben, überprüfen
sie ihren Herzschlag, womöglich sind sie bereits tot!"
Der Rest des Films beschäftigt sich, wie so viele andere dieser Art,
mit den Schwierigkeiten der "Gangster" nach dem Einbruch. Doch
diese restlichen genialen Minuten sollte jeder selber erleben und so spare
ich mir jedes weitere Wort um nichts zu verraten. So viel sei aber trotzdem
gesagt, was hier noch passiert ist nicht weniger spannend und brilliant
als der Einbruch selbst...
Wie
ich mittlerweile schon öfter bemerkt habe, war ich lange Zeit kein
besonders grosser Fan von Filmklassikern. Und wie jedesmal muss ich auch
in diesem Fall jedem, der ähnlich dachte wie ich, dazu überreden,
sich auf solche "alten Schinken" einzulassen. Denn was wir hier
geboten bekommen, kann von der Qualität, oftmals keine moderne Produktion
erreichen.
So auch im Falle von Rififi. Dieser Film ist genial. Zwar werden
einige wohl bemängeln, dies sei doch nichts Neues. Stimmt, das könnte
man denken. Aber nur deswegen, weil sich allzu viele nachfolgende Produktionen
dieses Meisterwerk zum Vorbild genommen haben. Auch ich hatte bis vor
kurzem Rififi nicht gesehen. Mit der Neuauflage der Firma "Criterion"
wurde ich allerdings auf diesen Klassiker aufmerksam. Ich las viele Kritiken.
Und alle waren sich einig: dieser Film ist ein überaus sehenswertes
Stück Filmgeschichte. Ich kann mich dieser Meinung nur anschliessen.
Wenn man bedenkt, dass der Film mittlerweile weit über 40 Jahre alt
ist, dann ist die Machart umso faszinierender. Die Atmosphäre, die
hier dargestellt wird ist brilliant. Selbes gilt auch für die Schauplätze.
Die Stadt Paris wird zu einer optimalen Kulisse für die Geschehnisse.
Die Schauspieler, hier sei vor allem Jean Servais in der Rolle des Tony
erwähnt, sind allesamt fantastisch. Auch hätte ich es während
des Films nicht für möglich gehalten, dass die Rolle des Tresorknackers
und Frauenhelds Cesar, von keinem anderen als dem Regisseur selbst gespielt
wurde.
Für viele Filmfans ist Rififi ein Meisterwerk des "Film
Noir". Ich kann mich diesen Meinungen nur anschliessen, denn dies
ist ein Werk, dass man gesehen haben sollte. Wer sich auch nur ein bisschen
für einen guten Kriminalfilm interessiert, wird hiermit seine wahre
Freude haben. Somit sollten alle, die mir nicht glauben, Rififi
eine Chance geben. Zwar wird er womöglich nicht unbedingt zu meinen
Lieblingsfilmen zählen, aber er ist verdammt nah dran, ein solcher
zu werden...
dvd | code 0
Auch hier kann ich nur wieder anmerken, dass man das Alter dieses Films
nicht vergessen darf. So ist die Qualität von Rififi sehr
gut. Der Schwarz-Weiss Film erstrahlt in einem äusserst gutem Kontrast.
Das heisst, schwarz ist auch wirklich schwarz, während die hellen
und weissen Bereiche fast schon zu leuchten scheinen. Ich kann mich wirklich
nicht beklagen und kann auch diesmal nur wieder Criterion ein Lob aussprechen.
Diese Leute bemühen sich wirklich immer wieder, alte Filme in bestmöglicher
Qualität auf DVD zu bringen.
Auch der Ton hat mich angenehm überrascht. Zwar ist hier lediglich
eine Mono Tonspur vorhanden, diese klingt aber sehr gut. Die Stimmen,
Geräusche und Musikeinlagen klingen äußerst klar und sind
immer gut verständlich. Verständlich im Sinne von optimal zu
hören, da ich leider der französichen Sprache nicht mächtig
bin. Ich rate trotzdem allen, sich diesen Film im Original mit Untertiteln
anzusehen. Wie auch bei allen anderen Synchronfassungen verliert der Film
sonst einiges an Atmosphäre. Ausserdem ist dies ein Klassiker des
französichen Films, somit hat er auch das Recht, in seiner Originalsprache
angesehen zu werden.
An Extras ist nicht sonderlich viel vorhanden. Doch dafür sind diese
umso interessanter. So findet man ein Interview mit Regisseur Jules Dassin,
Produktionsnotizen, einige Produktionsfotografien und Zeichnungen des
Set Designers Alexandre Trauner. Ein Original Kinotrailer rundet das Zusatzmaterial
ab.
Nebenbei sei noch bemerkt, dass diese DVD mit Ländercode 0 ausgeliefert
wird. Sie kann also auch auf deutschen Geräten abgespielt werden.
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Pictures
© Rialto Pictures /Criterion.
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