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 < back                                     SHADOW OF THE VAMPIRE |
  info |

Länge: 91 Min.
Bildformat: 1.78:1, anamorph
Ton: Dolby Digital 5.1

Regie: Elias Merhige
Kamera: Lou Bogue
Musik: Dan Jones
Darsteller: John Malkovich, Willem Dafoe, Catherine McCormack
  oscars |

Nominiert für:

Nebendarsteller (Willem Dafoe)
Maske
  zusammenfassung |

Film: B
Kamera: B+
Musik: A-

Bildqualität: B
Ton (D/E): B-/B+
Extras: B
   
  kurzbeschreibung |

Im Osten Europas will F.W. Murnau (John Malkovich) vor Ort den größten und realistischsten Film aller Zeiten drehen: "Nosferatu". Um sein Ziel zu erreichen, hat Murnau einen echten Vampir, Max Schreck (Willem Dafoe), in der Titelrolle besetzt. Die Crew ist ahnungslos, erfährt nur, dass Schreck seine Rolle so ernst nimmt und man ihn deshalb niemals bei Tageslicht und immer in seinem Kostüm antreffen wird. Die ersten Aufnahmen sind phänomenal, doch schon bald beginnen die ersten Mitglieder des Teams, sich auffallend schwindelig und blutleer zu fühlen. Es dauert nicht lang, bis man den ersten Toten zu beklagen hat. Entgegen aller Abmachungen denkt Schreck nicht daran, seinen Blutdurst im Zaum zu halten. Jetzt ist es zu spät für eine Umkehr. Murnau weiß, dass ein Künstler Opfer bringen muss - auch wenn sich "Nosferatu" als Angelegenheit auf Leben und Tod entpuppt ... (moviedata)


meine meinung |


Shadow of the Vampire
ist praktisch ein Film über das Entstehen eines Films. Und zwar über Friedrich Murnau's Meisterwerk Nosferatu. Wir erleben also Murnau am Set, schauen ihm bei den Dreharbeiten über die Schulter und können Schritt für Schritt die Entstehung des bekannten Stummfilms über den Grafen Dracula beobachten.

Dies alles erschien mir sehr interessant. Zuzusehen, wie Murnau seinen Schauspielern Regieanweisungen gibt, sie regelrecht dazu treibt ihr Bestes zu geben, damit der Film zu dem wird, als was er heute bezeichnet wird - einem Meisterwerk.

Eigentlich wollte Murnau Bram Stoker's Roman verfilmen, erhielt aber von dessen Erben keine Genehmigung. Nachdem er sein Werk trotzdem vollbringen wollte, wurde aus Graf Dracula ein Graf Orlock und das ganze bekam den Titel Nosferatu. Der Stummfilm aus dem Jahre XX gilt noch heute als eine der besten Dracula-Verfilmungen. Schon aus einem Grund: dem Hauptdarsteller namens Max Schreck. Allein der erste Anblick dieser Person lässt einem das Blut in den Adern gefrieren (wie man so schön sagt). Aber es ist wirklich so. Max Schreck sieht so realistisch und furchteinflößend aus, dass man schon fast den Eindruck hat, dieser Schauspieler wäre wirklich ein Vampir.

Und genau mit dieser Frage beschäftigt sich auch Shadow of the Vampire. Was wäre gewesen, wenn Max Schreck gar kein Schauspieler gewesen wäre, sondern ein "echter" Vampir? Und denkt man einmal über sein überaus realistisches Schauspiel nach, ist diese Frage vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Gerade aus diesem Grund hat mir der Film gefallen. Die Grundidee ist originell. Zwar ist der gesamte Film nicht gerade ein Meisterwerk, aber sehenswert ist er allemal.

Schon allein wegen Willem Dafoe. Er spielt den Max Schreck sehr überzeugend und die Ähnlichkeit zur echten Person ist verblüffend. Die Oscarnominierung war, meiner Meinung nach, mehr als gerechtfertig. (Gleiches gilt, nebenbei bemerkt, auch für die fantastische "Maske". Auch in dieser Katergorie war der Film nominiert.)
Das John Malkovich wieder sehr gut spielt, war mir schon beim Lesen seines Namens im Vorspann klar. Und so ist Malkovich sicher eine ausgezeichnete Wahl für die Rolle des besessenen Regisseurs Friedrich Murnau.

Wer sich also schon immer für die Hintergründe von Nosferatu interessiert hat, sich schon immer gewundert hat, warum der Film so realistisch ist, dem wird Shadow of the Vampire bestimmt gefallen. Ich selbst werde jetzt zwar nicht gerade in Jubelrufe ausbrechen, aber man kann sich den Film mit ruhigem Gewissen einmal ansehen.


dvd | code 2

Die DVD bietet leider nicht gerade Referenzcharakter. Zwar ist das Bild recht ordentlich, aber nicht gerade, dass was man sich unter einer perfekten Qualität vorstellt.
Was allerdings unverzeihlich ist: das Bildformat ist nicht korrekt. Zwar bin ich mir nicht sicher, wie genau der Film gedreht wurde. Was ich aber weiss ist, dass die US-DVD ein Bildformat von 2.35:1 hat, während die deutsche Veröffentlichung lediglich 1.78:1 bietet. So etwas bringt normalerweise jeden Filmfan unheimlich aus der Fassung. Wenn es machen Verleihfirmen nicht gelingt korrekte Discs zu produzieren, warum lassen sie es dann nicht lieber sein? Jedenfalls möchte ich persönlich einen Film genau in dem Format sehen, wie ihn der Regisseur gewünscht und somit gedreht hat.

Auch der Ton ist nicht gerade überragend. Nun gut, es geht hier um die Dreharbeiten zu einem Stummfilm. Vielleicht haben sich dies die Sounddesigner ein bisschen zu sehr zu Herzen genommen. Nein, Spaß beiseite, man sollte bei dieser Art von Film nicht gerade viele Soundeffekte erwarten, wobei man an manchen Stellen des Films mit ein paar sehr gelungenen Effekten überrascht wird. Der deutsche Ton ist leider nicht von ganz so guter Qualität wie der englische. Im Vergleich sind die Stimmen recht dumpf. Bei der Originaltonspur sind sie jedenfalls um einiges klarer und besser zu verstehen.

Das Zusatzmaterial ist auch eher guter Durchschnitt. Hier hätten mir ausführlichere Infos, außer einem kurzen Making Of zusammen mit Interviews von Cast und Crew besser gefallen. Zu erwähnen ist aber auch eine Audiokommentarspur. Leider hatte ich nicht die Zeit und Lust mir diese anzuhören.

Leider möchte ich diese DVD schon allein wegen des falschen Bildformates nicht empfehlen. Wer sich die Scheibe trotzdem kaufen möchte, dem rate ich, sich diese vorher einmal auszuleihen ...


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