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episode II |
kurzbeschreibung
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Vor langer Zeit, in einer weit entfernten Galaxis: Das Reich der Königin
Amidala (Natalie Portman) wird von einer geldgierigen Handelsföderation
bedroht. Die Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und sein übermütiger
Lehrling Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) eilen ihr zur Hilfe. Während ihrer
Mission treffen sie auf den jungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd), dessen
dunkles Schicksal noch in den Sternen liegt. Ein intergalaktischer Krieg
steht unmittelbar bevor ... (moviedata)
meine meinung |
Eines
vorweg - ich bin kein wirklicher Star Wars-Fan. Mir gefallen zwar
die Filme recht gut, aber als "Fan" würde ich mich trotzdem
nicht bezeichnen. Mögen mir also eingefleischte Anhänger verzeihen,
sollte ich den ein oder anderen Zusammenhang nicht korrekt wiedergeben.
So viel ich aber weiss, wollte George Lucas eine sechsteilige Saga erschaffen.
Begonnen hat er mit Teil vier. Schon allein diese Tatsache werde ich nie
begreifen! Ich kann mich nicht in die Denkweise von Lucas hineinversetzen.
Aber egal, es führt auf jeden Fall dazu einige Ungereimtheiten offen
zu lassen... Somit muss ich leider zugeben, dass ich mit der Verständlichkeit
der Story beim ersten Ansehen dann doch die ein oder andere kleine Schwierigkeit
hatte.
Plötzlich kommen wir also mit Personen in Kontakt, die wir bisher
nicht kannten. Oder wenigstens in anderer Art und Weise. Wir treffen auf
den jungen Obi-Wan Kenobi und wir lernen im weiteren Verlauf der Handlung
Anakin Skywalker kennen - wohl jedem besser bekannt als (späterer)
Darth Vader...
Viele Fans weltweit erwarteten 1999 gespannt die Fortsetzung von Star
Wars, oder besser gesagt, die Vorgeschichte. Dies ging soweit, dass
ganz Verrückte ausschliesslich wegen des Trailers in die Kinos stürmten,
der Hauptfilm interessierte sie nicht. Zum Kinostart in den USA sah man
im Fernsehen Bilder von Fans, die vor dem Kino ihre Zelte aufschlugen,
nur um die ersten zu sein, die Lucas' neues Meisterwerk zu Gesicht bekamen...
Und dann? Der Film wurde nicht gerade mit positiven Kritiken überschüttet.
Viele Zuschauer waren regelrecht enttäuscht. Und mir persönlich
geht es nicht anders. Denn eigentlich ist Star Wars - Episode I
nicht gerade ein besonders guter Film.
Warum? Nun gut, es mag bestimmt viele Filmfans geben, die in Episode
I wirklich ein Meisterwerk sehen. Zum Teil mag dies auch zutreffen
- dazu aber später. Was hat mich persönlich an diesem Film gestört?
Wie schon erwähnt - die Undurchsichtigkeit der Story. Es ist bestimmt
richtig, was Lucas hier versucht hat, nämlich die Geschichte zu "beginnen".
Die Personen vorzustellen, die wir bereits kennen. Zu erzählen, was
mit ihnen passiert ist, woher sie stammen usw. Dies alles verpackt er
in einen mehr oder weniger dünnen Plot der hauptsächlich dazu
dient den zahlreichen Special Effects einen Halt zu geben.
Und hier beginnt auch schon ein (nicht so wichtiger, aber dennoch) auffallender
Punkt. Die Handlung spielt in einer Zeit VOR den dagewesenen Filmen. Trotzdem
scheint die Technik um einiges vorgeschrittener zu sein! Wir alle wissen
(und haben es auch nicht anders erwartet) dass die Tricktechnik in diesem
neuen Film einfach besser aussehen MUSS, trotzdem, in Bezug auf die Handlung
ist dies eher ungünstig...
Ich könnte hier noch mehrere Ungereimtheiten aufzählen und negative
Kritikpunkte äußern. Dennoch möchte ich mich auf zwei
beschränken. Hier ist zum einen die Figur des Darth Maul. Dieser
ist ja quasi der Oberbösewicht. Nun gut, davon konnte ich leider
nicht allzu viel sehen. Er soll zwar gemein, fies und böse sein,
hat aber eigentlich gar keine Zeit dazu. Er kommt nämlich nur wenige
Minuten im Film vor - ein kurzes Gefecht im Mittelteil und die "grandiose"
Lichtschwert-Schlacht am Schluss. Das wars...
Dann wäre da noch unserer "trolliger" Freund Jar Jar Binks.
Zwar konnte ich mich sehr über seine verdrehte Ausdrucksweise amüsieren,
doch stellt sich hier die Frage für welches Alter dieser Film nun
eigentlich gemacht wurde? Kinder mögen sich wohl über diese
(übrigens komplett animierte) Figur freuen, als Erwachsener denkt
man sich , dass sich wohl eher George Lucas gefreut hat - und zwar weil
er bestimmt im Vorfeld an den Verkauf vieler kleiner schnuckeliger Puppen
gedacht hat...
Nun
gut, die Story gefällt mir nicht besonders, gibt es dennoch Punkte
die den Film retten? Ja, die gibt es. Und diese positiven Punkte sind
eindeutig die Special Effects. Die sind einfach fantastisch. Lucas entführt
und mit Hilfe der Animationsfirma ILM in eine Welt, die besser nicht aussehen
könnte. So war ich von den Schauplätzen absolut begeistert.
Die verborgene Unterwasserstadt, Prinzessin Amidalas Heimatstadt, der
Planet Tatooine usw. Dies alles wurde mit so viel Liebe zum Detail entworfen,
dass es einfach riesigen Spass macht in diese Welt einzutauchen.
Gleiches gilt für die zahlreich vorkommenden "Wesen". So
verrückt, lächerlich oder kindisch sie auch wirken mögen
- aus technischer Sicht sind sie einfach perfekt. Und so ist unser Liebling
Jar Jar doch wenigstens perfekt animiert, oder? Aus technischer Sicht
ist hier also alles brilliant. Hier wurde ganze Arbeit geleistet. Und
das Highlight des Films ist wohl das "Pod-Race". Natürlich
erinnert die ganze Sache ungemein an Ben-Hur, aber was solls...
Das Rennen ist einfach genial!
Was leisten aber nun bei all diesen "Hightech-Effekten" die
menschlichen Schauspieler? Sagen wir mal, sie werden dem Anspruch des
Films durchaus gerecht. Zwar ist dies nicht gerade Liam Neesons Meisterleistung,
aber man kann nicht gerade sagen, er spiele schlecht. Das gleiche gilt
auch für McGregor. Zwar hat man von allen Akteuren manchmal den Eindruck
sie lesen ihren Text von einem Blatt ab, aber das kann auch an den nicht
gerade intelligenten Dialogen liegen. Natalie Portman hat mir als Prinzessin
recht gut gefallen. Der kleine Jake Lloyd konnte mich zwar nicht überzeugen,
schlecht war er trotzdem nicht... Hier ein weiterer und letzter Kritikpunkt.
Sehe ich es richtig, dass Prinzessin Amidala und Anakin Skywalker ein
Paar werden? Wenn ja, dann ist der Altersunterschied der beiden doch ein
wenig unglaubwürdig... Aber lassen wir uns überraschen, was
in der Episode II auf uns zukommt...
Abschliessend möchte ich sagen, dass ich Star Wars Episode I
durchaus als einen "gelungenen" Film ansehe. Und zwar deshalb
weil er es schafft über zwei Stunden hinweg fantastisch zu unterhalten.
Die anderen Teile der Saga sind zwar besser, aber egal. Wie sagt man so
schön - dies ist "Popcorn-Kino" erster Güte...
dvd | code 2
Eigentlich wollten alle Fans die drei "Classic" Star Wars Filme
auf DVD haben. Doch Lucas' bescheuerte Verkaufspolitik hat uns Star
Wars - Episode I ins Wohnzimmer gebracht. Es gibt meiner Meinung nach
zwei unterschiedliche Eigenschaften von George Lucas. Zum einen kann er
wohl nicht genug Geld verdienen. Denn sonst würde er seine zahlreichen
Anhänger nicht so mies behandeln.
Denken wir doch nur einmal über die drei "alten" Star
Wars Filme nach. Da gab es zuerst einmal eine Vollbildfassung auf
Video. Kurz danach selbstverständlich das gleiche in "Widescreen".
Gehen wir über zu dem damaligen "High-End" Medium Laserdisc.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es eine vollkommen überteuerte
Edition der drei Teile gab. Zum Ende hin wurde für die Box sogar
mehr als 600,- Mark geboten. Einige Zeit später konnte man die Trilogie
einzeln kaufen. Dies war kurz vor dem Kinostart der Special Edition im
Kino. Die Laserdiscs wurden quasi als Sammlerstück angeboten, weil
es die Filme ja bald nicht mehr in dieser Fassung geben würde. Stimmt
- denn kurz darauf erschien eine Special Edition Box. Und im Vergleich
zu den alten Scheiben hatte diese sogar noch einen Dolby Digital Ton zu
bieten.
Weiter gings in Deutschland mit der Vermarktung von Episode I auf
Video. Wenn ich mich nicht täusche, gabs auch hier ersteinmal lediglich
die Vollbildfassung! Dass es dann von der Classic Serie nocheinmal eine
Video-Box gab habe ich mittlerweile verdrängt. Denn ich sehe das
Ganze als unglaubliche Verarschung. Hier will man nur Geld scheffeln sonst
gar nichts! Und das ist gegenüber all der treuen Fans mehr als eine
Frechheit.
Egal - vergessen wir das Ganze. Es gibt jetzt jedenfalls Episode I
auf DVD. Und nach all der Beschimpfungen kommen wir nun zur positiven
Seite von Lucas. Wenn er etwas macht dann richtig. So verdanken wir ihm
beispielsweise das wunderschöne Logo THX, das heutzutage in Kinos,
auf Lautsprechern, Verstärkern und nun auch auf dieser DVD zu finden
ist. THX ist - wie von vielen immer wieder angenommen wird - KEIN besonderes
Tonsystem sondern lediglich ein Qualitätsstandard. So sollen wir
- am Beispiel dieser DVD - die bestmögliche Bild- und Tonqualität
erhalten. Erhalten wir auch...
Das Bild ist nahezu perfekt. Zwar wirkt es zu Anfangs ein wenig verwaschen,
aber daran gewöhnt man sich. Ich hätte mir einen Tick mehr Schärfe
und Brillianz erhofft. Dies soll aber keinesfalls bedeuten die Bildqualität
wäre schlecht. Man kann diese durchaus als sehr gut beurteilen.
Die Tonqualität ist fantastisch und gehört zu dem Besten, was
man derzeit im Heimkino zu "Hören" bekommt. Es gibt nahezu
keine Stelle, in der nicht alle Lautsprecher angesprochen werden. Und
hier ist es völlig egal, ob es sich um laute oder eher um leise Effekte
handelt. Es sind ständig Sounds zu hören.
Als besonderes Highlight sehe ich hier vor allem das Pod-Race, welches
schlicht und einfach genial klingt.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich hier allerdings auch zu vermerken.
Meiner Meinung nach sind die Stimmen gegenüber den Soundeffekten
ein wenig zu leise abgemischt. Stellt man also die Lautstärke so
ein dass die Dialoge gut verständlich sind, wird man bei plötzlichen
Effekten fast aus dem Sofa katapultiert.
Ausserdem ist die Abmischung wohl perfekt für THX-Heimkino-Anlagen.
So ist das gesamte Klangbild mit eingeschaltetem THX Decoder ein wenig
angenehmer. Wer also über einen Verstärker mit THX Decoder verfügt,
sollte diesen bei diesem Film ruhig einmal einschalten. Normalerweise
"höre" ich die meisten Filme ohne diese Zusatzschaltung.
Denn ein Teil der Features von Home THX ist das sog. Re-Equalizing. Dies
sorgt dafür, dass die "Höhen" des Tons ein wenig zurückgenommen
werden. Normalerweise vermisse ich dadurch oftmals einen entscheidenden
Tick an Brillianz. Aufgrund der teilweise etwas "grell" abgemischten
Musik von John Williams macht es aber bei Episode I durchaus Sinn.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir Ausschnitte aus dieser DVD
noch oft bei Heimkino-Vorführungen zu hören bekommen werden.
Kommen wir zu den Extras. Auch hier muß man George Lucas ausnahmsweise
loben. Denn das Zusatzmaterial auf der zweiten DVD ist sehr gelungen.
Was mir am besten gefallen hat: das gesamte Material ist in anamorpher
Form vorhanden. Besitzer eines 16:9 Fernsehers wird dies sicherlich freuen.
Als sehr lobenswert erscheit auch die Tatsache, dass die "Deleted
Scenes" komplett in Dolby Digital 5.1 vorhanden sind.
Auch der Rest der Extras läßt kaum Wünsche offen. Ein
Audiokommentar von Lucas, verschiedenste Making Off Berichte, darunter
eine 60 Minuten lange Dokumentation über die Dreharbeiten und noch
einiges mehr.
Eigentlich gibt es keinerlei Punkte, die einem vom Kauf dieser Scheibe
abhalten. Fans des Films werden so und so zugreifen. Und auch alle anderen,
beispielsweise diejenigen, die eine perfekte DVD zum Vorführen ihrer
Anlage suchen, sind hier bestens bedient.
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Pictures
© Lucasfilm, Fox.
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