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kurzbeschreibung
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Kanalinsel Jersey, 1945. Die überprotektive Witwe Grace bewohnt mit
ihren Kindern Anne und Nicholas ein riesiges Herrenhaus. doch von Insel-Idyll
keine Spur. Wegen der extremen Sonnenallergie der Kinder wird jegliches
Licht mittels dicker Vorhängen und Fensterläden ausgeschlossen.
Als Grace von drei plötzlich vor der Tür stehenden Bediensteten
Hilfe angeboten bekommt, nommt sie diese gerne an. Doch das Trion benimmt
sich zunehmend eigenartig. Schon bald wird klar, dass Haus und Bewohner
ein schreckliches Geheimnis bergen ... (moviedata)
meine meinung |
Man
möge es mir verzeihen, aber der Regisseur Alejandro Amenábar
war mir vor diesem Film leider kein Begriff. Egal, mittlerweile kenne
ich ihn, wenn auch nur durch The Others.
Scheinbar versuche ich in letzter Zeit immer wieder Reviews zu Filmen
zu schreiben, über die man absolut nichts erzählen darf. Und
The Others ist so ein Fall. Denn dies ist ein Werk – soviel
sei erlaubt – mit einem überraschendem Ende. Würde man
dieses auch nur ansatzweise hier beschreiben, der Filmgenuss wäre
sofort zerstört.
Und gerade dadurch, dass ich mich quasi in Schweigen hüllen muss,
ist es auch sehr schwierig eine vernünftige Meinung zu schreiben.
Würde ich hier erzählen, was mir nicht gefallen hat, könnte
ich das nur tun, indem ich das Ende verrate. Ist dieses Review nun also
nach ein paar Zeilen zu Ende?
Nicht ganz. Über die Handlung sollte man also nicht viel wissen.
Ganz ehrlich, ich ging vollkommen unwissend an den Film heran und das
war wohl auch gut so. Um was geht es aber?
Um ein Haus, eine Frau und zwei Kinder. Und so unglaublich es auch klingen
mag, für mich war das Haus ein entscheidender Hauptdarsteller. Denn
ausschließlich hier spielt sich die Story ab. Und die Gegend in
der das Haus steht, ist nahezu furchtbar. Es scheint als würde nie
ein Sonnenstrahl dieses Gebiet treffen. Ständig ist es düster
und nebelig. Gute Vorraussetzungen für einen Gruselfilm.
Denn
nichts anderes ist The Others. Ein Gruselfilm im "alten
Stil". Denn hier wird mit keinerlei Special Effects gearbeitet. Hier
wird nicht versucht, den Zuschauer mit schlecht gemachten digitalen Monstern
zu erschrecken. Nein, der Regisseur verzichtet auf solche Hilfsmittel
und arbeitet ausschließlich mit Atmosphäre und der ganz „normalen“
Angst, die in jedem von uns steckt. Die Angst vor der Dunkelheit.
Und dunkel ist es in diesem Haus die meiste Zeit. Und dies hat auch einen
ganz besonderen Grund. Die beiden Kinder leiden nämlich an einer
seltenen Krankheit und dürfen nicht dem geringsten Lichtstrahl ausgesetzt.
Somit sind die Vorhänge immer zugezogen. Türen und Zimmer werden
wie Schleusen verwendet. Ist eine Tür nicht geschlossen, darf die
nächste nicht geöffnet werden.
Kein leichtes Spiel für die Mutter. Sie muss immer auf der Hut sein,
damit ihren Kindern nichts geschieht. Sie lebt alleine in diesem großen,
unheimlichen Haus. Der Mann ist in den Krieg gezogen und bisher nicht
heim gekehrt. Doch dann kommen drei Menschen ins Haus. Bedienstete, auf
der Suche nach Arbeit. Wird von nun alles besser? Diese Frage darf sich
jeder selber beantworten, indem er sich den Film ansieht.
Meiner Meinung nach ist Amenábar ein beeindruckender Film gelungen.
Ein Werk, dass man gesehen haben sollte, vor allem, wenn man eine Vorliebe
für Gruselfilme hat.
Die Machart ist nahezu perfekt. Das Setdesign ist gelungen und mit Hilfe
der sehr guten Kameraarbeit wird hier eine wirklich beängstigende
Atmosphäre geschaffen. Untermalt wird dies außerdem noch von
der fantastischen Musik. Verantwortlich dafür ist Amenábar
selbst. Scheinbar hat man es hier mit einem Mulitalent zu tun.
Abgesehen davon lebt der The Others außerdem von der brillanten
Leistung seiner Darsteller. Nicole Kidman spielt fabelhaft. So bleibt
letztendlich die Frage, warum sie für diesen Film nicht für
den Oscar nominiert wurde. Auch alle anderen Darsteller sind wunderbar.
Damit meine ich beispielsweise die beiden Kinder, die ihre Rollen sehr
überzeugend verkörpern.
Mir hat The Others sehr gut gefallen. Die durchdachte Story,
die bedrückende Atmosphäre und die brillanten Darsteller machen
diesen Film zu einem, den man einfach gesehen haben sollte. In einer anderen
Kritik konnte ich folgendes lesen: "Ich bin begeistert".
Dem schließe ich mich an ...
dvd | code 2
Die Qualität der DVD ist durchwegs in Ordnung. Nur das Bild ist etwas
enttäuschend. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Schärfe
und Brillanz erhofft. Bedenkt man allerdings, dass der Film zum Großteil
im Dunkeln spielt, kann man letztendlich zufrieden sein.
Der Ton ist fabelhaft und ist fast schon ein unsichtbarer Darsteller dieses
Films. Er unterstreicht gekonnt die gruselige Atmosphäre. Die geschieht
dann auf allen Lautsprechern. Somit ist es sehr schade für alle,
die keine Dolby Digital Anlage besitzen.
Das Zusatzmaterial ist in Ordnung. Wobei ich ganz ehrlich sein muss, ich
hatte bisher nicht die Muse, es mir in Ruhe anzusehen. Leider wurden nicht
alle Extras der amerikanischen DVD übernommen. Hier bekommt man nämlich
ein 2-DVD-Set. Der deutsche Filmfan muss sich also mit abgespeckten Extras
zufrieden geben.
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Pictures
© Buena Vista.
05/09/02
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