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  info |

Länge: 147 Min.
Bildformat: 1,85:1, anamorph
Ton: Dolby Digital 5.1

Regie: Steven Soderbergh
Kamera: Peter Andrews
Musik: Cliff Martinez
Darsteller: Michael Douglas, Benicio Del Toro, Catherine Zeta-Jones
  oscars |

Nebendarsteller (Del Toro)
Schnitt
Drehbuch
Regie

Nominiert für:
Bester Film
  zusammenfassung |

Film: A
Kamera: A+
Musik: B

Bildqualität: A
Ton: B
Extras: D
   
  kurzbeschreibung |

Der mexikanische Cop Javier Rodriguez Rodriguez arbeitet als Drogenfahnder an der Grenze zu den USA. Frustriert über die Aussichtslosigkeit seines Jobs, lässt sich Javier mit dem skrupellosen und undurchsichtigen General Salazar auf ein brenzliges Spiel sein... Die heile Welt der High-Society-Ehefrau Helena fällt zusammen wie ein Kartenhaus, als ihr Mann Carlos verhaftet und als Drogenbaron angeklagt wird. Beschattet von zwei Cops, beraten von einem halbseidenen Anwalt und unter Druck gesetzt von den mexikanischen Geschäftspartnern ihres Mannes, fällt Helena eine folgenschwere Entscheidung... In Washington wird der Richter Wakefield zum neuen obersten Drogenfahnder der USA auserkoren. Kompromißlos und entschlossen führt er seinen Krieg gegen die Drogen, ahnt dabei aber nicht, dass ausgerechnet seine Tochter Caroline abhängig ist...


meine meinung |

"Traffic" ist ein aussergewöhnlicher Film. Dies gleich vorweg. Beginnen wir mit der Story. Diese konnte mich leider nicht hundertprozentig überzeugen, da sie nicht sonderlich originell ist. Hier sind teilweise starke Parallelen zu anderen Filmen zu erkennen. Dies soll aber nicht heißen, dass "Traffic" nicht unterhaltsam oder gar langweilig ist. Im Gegenteil. Die Handlung ist mehr als interessant. Die Vorzüge dieses Films liegen meiner Meinung nach vor allem an seiner brillianten Machart. Und dies haben wir der Regiearbeit von Steven Soderbergh zu verdanken, der nicht zu unrecht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Der Film besteht aus drei verschiedenen Handlungen, die lediglich das Thema "Drogen" gemein haben. Natürlich spielt in allen Geschichten auch ein Drogenkartell eine wichtige Rolle, die Personen begegnen sich aber nicht. Trotzdem schafft es Soderbergh, uns dies vergessen zu lassen und somit am Ende ein "gesamtes" Filmerlebnis in Erinnerung bleibt. Was allerdings am meisten fasziniert, ist die fabelhafte Optik des Films. Jede der drei Geschichten hat ihren eigenen "Look".

So sind die Ereignisse mit Benicio Del Toro in dreckigen Brauntönen fotografiert, alles was mit der Rolle von Michael Douglas und seiner Familie zu tun hat in "blau" und die Geschichte, in der Catherine Zeta-Jones ihren Auftritt hat, erstrahlt in ganz "normalen" Farben. Aufgrund dieser Technik sehen wir schon am ersten Bild jeder Szene, in welcher Story wir uns gerade befinden. Alle Bilder des Films sind einfach brilliant. Zu verdanken haben wir diese Kameraarbeit Steven Soderbergh, der unter dem Pseudonym Peter Andrews selbst hinter der Kamera tätig war. Der gesamte Film ist hauptsächlich mit der Handkamera gefilmt, was teilweise zu genialen Effekten führt. Ganz ehrlich gesagt war ich nie ein großer Fan von Soderbergh. "Out of Sight" konnte mich leider kein bisschen überzeugen und auch "Erin Brockovich" hatte seine Schwächen. Bei "Traffic" hingegen hat er überragende Arbeit geleistet! So stelle ich mir gute Regiearbeit vor! Bravo. Nicht zu vergessen ist natürlich die Leistung der Schauspieler. Michael Douglas spielt genial wie immer und beweisst auch hier, dass er zu den besten Schauspielern unserer Tage gehört. Benicio Del Toro's Auftreten ist fabelhaft und wurde zurecht mit dem Oscar belohnt. Aber auch alle Nebenrollen wurden perfekt besetzt. Auch nicht allzu hochkarätige Schauspieler wie Dennis Quaid konnten mich hier überzeugen. Und so gibt es nicht einmal an der kleinsten Rolle negative Kritikpunkte. Vergessen wir also einige kleine "Anspielungen" auf andere Filme, so ist "Traffic" am Ende ein überragender Film, den man einfach gesehen haben sollte. An manchen Stellen hat er mich zwar ein wenig an "Das Kartell" erinnert, größenteils würde ich ihn aber eher mit Arbeiten von Michael Mann wie "Insider" oder "Heat" vergleichen. Denn genau wie Mann versteht es Soderbergh hier einen optisch absolut perfekten Film mit brillianten Schauspielern auf die Leinwand zu zaubern. Und solch ein "Gespür" für Bildästhetik kann man nicht lernen. Entweder man besitzt es oder eben nicht.


dvd |
code 1

Beginnen wir mit der Bildqualität. Diese ist brilliant. Ich habe "Traffic" leider nicht im Kino gesehen, doch bin ich der Meinung, dass die genialen Bilder perfekt ins Heimkino übertragen wurden. Die Tonqualität der DVD ansich ist perfekt. Allerdings ist die nicht gerade ein Film zum Vorführen der Anlage. Von den hinteren Lautsprechern ist so gut wie nichts zu hören. Dafür ist die Sprache sehr gut verständlich und der gesamte Film wurde gut abgemischt. Und an den Stellen, an denen es krachen soll, kracht es dann auch mal. Enttäuschend ist allerdings das mehr oder weniger fehlende Zusatzmaterial. Gerade bei solch einem Film wäre ein Audiokommentar oder wenigstens ein besseres Making Of wünschenswert gewesen. Hier gibts leider einen Abzug an der ansonsten brillianten Arbeit von Soderbergh. Er hätte sich um eine bessere Präsentation seines Films kümmern können. Schade. Aber was solls, am wichtigsten ist der Film selbst und den gibts in sehr guter Qualität.


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