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 < back                                     VERTICAL LIMIT |
 

info |

Länge: 120 Min.
Bildformat: 1,85:1, anamorph
Ton: Dolby Digital 5.1

Regie: Martin Campbell
Kamera: David Tattersall
Musik: James Newton Howard
Darsteller: Chris O’Donnell, Bill Paxton, Scott Glenn, Izabella Scorupco

 

oscars |

Nominiert für:
--

  zusammenfassung |

Film: D-
Kamera: B+
Musik: B

Bildqualität: A
Ton: A
   
 

kurzbeschreibung |

Nachdem sie bei einem tragischen Kletterunfall ihren Vater verloren haben, trennen sich die Wege von Peter Garrett (Chris O’Donnell) und seiner Schwester Annie (Robin Tunney). Jahre später droht ein weiteres Unglück, sie endgültig auseinanderzureißen: Bei dem Versuch, den K2, den zweithöchsten und gefährlichsten Berg der Welt zu bezwingen, wird Annie gemeinsam mit dem egoistischen Milliardär Elliott Vaughn (Bill Paxton) in einer Gletscherspalte verschüttet. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht Peter zusammen mit dem exzentrischen Kletterer Montgomery Wick (Scott Glenn) und einem kleinen Rettungsteam das Unmögliche - mit hochexplosivem Nitroglyzerin auf dem Rücken kämpft er sich den unberechenbaren Berg hinauf, jenseits des "Vertical Limit", jener Grenze, wo der Mensch nur 36 Stunden überleben kann. Doch dann muss Peter auch noch feststellen, dass Lawinen und Schneestürme nicht der einzige Feind in den eisigen Höhen sind... (moviedata)


meine meinung |

"Columbia Pictures zeigt Ihnen das wohl größte Actionspektakel dieses Sommers"
Ankündigungen wie diese sind meist nichts Neues. Und oftmals kommt es mir so vor, als müßte man gerade die schlechtesten Filme mit derartigen Kommentaren dem Publikum "schmackhaft" machen. Auch der Trailer verspricht "Action Non-Stop". Leider ist es, wie so oft - der Trailer zeigt die besten Szenen des Films.

Ich muß zugeben, daß auch ich mich von der Vorschau habe "überreden" lassen, diesen Film zu sehen. Umso enttäuschter war ich hinterher. Denn Verical Limit hält leider nicht, was er verspricht. Die ersten 40 Minuten passiert eigentlich erst einmal so gut wie gar nichts. Die Eröffnungssequenz erinnert zu stark an "Cliffhanger". Denn genauso wie seinerzeit Sylvester Stallone muß hier Chris O'Donnell mit der Erfahrung leben, einen wichtigen Menschen an den Berg verloren zu haben. In diesem Fall seinen Vater. Um sich und seine Schwester zu retten, muß er seinen Vater der Tiefe überlassen. Welch tragischer Auftakt!?!?!

Der Rest der Handlung ist eigentlich uninteressanter Schwachsinn, der lediglich dazu dient, unsere Hauptfiguren von einer heiklen Situation in die nächste zu "katapultieren".
O'Donnel trifft ein paar Jahre später (welch ein Zufall!!?!?!) seine Schwester wieder. Und dies geschieht natürlich in einem Bergsteiger Camp am Fuße des K2. Sie schließt sich einer vollkommen unsinnigen Expedition an. Und wie soll es anders kommen? Die Bergsteiger kommen in ein Unwetter, welches natürlich ohne Probleme hätte umgangen werden können, wäre da nicht unser Filmbösewicht (Bill Paxton), der unbedingt den Gipfel erreichen will.

Nun gut, der weitere Verlauf der Geschichte ist schnell erzählt. Drei Bergsteiger (darunter natürlich auch O'Donnels Schwester) "landen" in einer Gletscherspalte und warten darauf gerettet zu werden. (Mittlerweile ist schon fast eine Stunde des Films vergangen. Von der versprochenen Action war noch nicht allzu viel zu sehen...)
Daß O'Donnell jetzt alles versucht um seine Schwester zu retten, hätte ich glaube ich gar nicht erwähnen müssen. Dass es einige Probleme dabei geben wird auch nicht, oder? Was wir also jetzt zu erwarten haben, ist eine Aneinanderreihung überaus unrealistischer, ja fast schwachsinniger Sequenzen. Vollkommen ohne Sinn und Logik. Selbst wenn man ein Liebhaber solcher unsinnigen Actionfilme ist, und selbst wenn man vorher versucht sein Gehirn auszuschalten, schafft man es nicht, einige allzu dämliche Dinge zu ignorieren. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht mehr "verraten". Zum einen, weil dieses Review dann zu lang werden würde und zum anderen weil es bestimmt Fans gibt, die Vertical Limit etwas positives abgewinnen können... Für mich war das Drehbuch des Films leider nicht die Erfüllung. Es ist von anfang an schlecht, vorhersehbar und mit Dialogen versehen, bei denen mir leider die Worte fehlen, so haarsträubend sind sie...

Regisseur Martin Campbell hat vorher eigentlich Filme gedreht, für die man durchaus positive Worte aussprechen kann. Beispielsweise der Bond Film "Goldeneye" oder "The Mask Of Zorro" sind durchwegs unterhaltsame Filme. (Auch wenn man auch hier natürlich nicht gerade von einem hohen Anspruch sprechen kann.) Was er sich allerdings mit der Produktion von Vertical Limit gedacht hat, kann ich leider nicht nachvollziehen.

Dies fängt schon mit der Auswahl der Schauspieler an. Hier stellt sich sofort die Frage, ob man sich keine besseren Darsteller leisten konnte? Chris O'Donnell ist zwar nicht gerade schlecht, seine Leistung hier ist leider kaum erwähnenswert. Unser Filmbösewicht Bill Paxton ist meiner Meinung nach einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt und diesem Urteil wird er auch hier optimal gerecht. Es tut mir leid, aber ich könnte keinen Film nennen, in dem mich seine Leistungen überzeugen konnten.
Auch beim Anblick von Scott Glenn musste ich erst einmal lächeln und überlegen, wann ich ihn zuletzt in einem guten Film gesehen habe. Einzig und allein Izabella Scorupco konnte mich dann doch überzeugen. Wohl aber nicht aufgrund ihrer Leistung sondern eher wegen ihres Aussehens :).

Bisher waren meine Worte durchgehend vernichtend. Schlechtes Drehbuch, miserable Schauspieler... Gibt es womöglich doch einige Pluspunkte, die man Vertical Limit zuspielen kann?
Ja, die gibt es. Denn trotz all der Schwächen konnte er mich wenigstens aus technischer Sicht überzeugen. So sind manche Actionsequenzen, so haarsträubend übertrieben sie auch sind, einfach genial gemacht. Sieht man über einige Studio- und Bluescreen Tricks hinweg, konnten sie mich durchwegs überzeugen und mir sogar das ein oder andere "WOW!!!" entlocken!
Wobei wir wieder beim Anfang dieses Reviews sind. Schaut man sich nämlich lediglich den Trailer zu Vertiacl Limit an, ist man mehr als fasziniert und hat wie gesagt, schon das Beste gesehen.

Begeistern konnten mich auch die Landschaftsaufnahmen des Films. Selten hat man so geniale Bilder zu Gesicht bekommen. Dies ist wirklich fabelhaft gemacht.

Um nun aber zum Ende zu kommen: es gibt bestimmt einige "Zuschauer", die Vertical Limit für ein Meisterwerk des Actionfilms bezeichnen werden. Dem kann ich persönlich leider nicht zustimmen. Dazu war mir die fürchterliche Story einfach viel zu seicht. Läßt man diese allerdings weg, überhört den ein oder anderen Dialog und konzentriert sich (bei "ausgeschaltetem" Gehirn) lediglich auf die Landschaften und Actionsequenzen, wird man am Ende vielleicht doch die zwei Stunden nicht bereut haben...


dvd | code 2

Wie von "Columbia" gewohnt, ist auch diese DVD wieder ein Highlight. Würde sich nur alle Verleihfirmen solche Mühe geben...
Das Bild ist perfekt. Mehr gibts dazu nicht zu sagen...
Der Ton ist fantastisch. Hier rauscht und kracht es aus allen Lautsprechern. Perfekt. Vielleicht wurde deshalb Nitroglycerin in die Handlung eingeflochten um uns einige geniale Explosionen zu bieten...

Wer auf die Handlung des Films keinen Wert legt, und lediglich eine hochwertige
DVD zum Vorführen seiner Heimkino Anlage braucht, der ist hier keinesfalls falsch beraten.
Außerdem sind zahlreiche Extras vorhanden. Über deren Qualität kann ich leider kein Urteil abgeben, da sich mich einfach nicht interessiert haben...



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